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Großflächig: Fuji F100fd

Mit der FinePix F100fd bietet Fuji eine solide Kompaktkamera, deren beweglicher 12-Megapixel-Sensor eine klassenuntypische Größe von 1/1,6-Zoll hat. In unserem Labortest muss sie beweisen, ob sie den Größenvorteil zu nutzen weiß.

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(Bild: Fujifilm)

Das Metallgehäuse der F100fd ist sauber verarbeitet, liegt griffig in der Hand und vermittelt so einen wertigen Eindruck. Die vier Funktionstasten auf der Rückseite sind präzise zu bedienen, fallen jedoch sehr klein aus. Über eine Vierwege-Wippe mit Wahlrad und Zentraltaste lassen sich weitere Kamerafunktionen wählen, was allerdings Grobmotoriker auf eine harte Probe stellt – schnell wird aus einer Drehung ein Klick. Geduld ist auch beim Hangeln durch die Menüstruktur gefragt, die unübersichtlich und wenig intuitiv aufgebaut ist. Zudem bieten sich dem Fotografen hier auch nur wenig belichtungsspezifische Einstellmöglichkeiten, so dass nach einem Grundsetup nur noch aus einem der 14 Motivprogramme gewählt werden kann.

Das großzügig dimensionierte 2,7-Zoll-Display (6,9 cm) löst nur mäßig scharfe 320 × 240 Bildpunkte auf und verzichtet auf eine Entspiegelung – das macht sich vor allem bei Sonnenschein negativ bemerkbar. Vorsicht ist beim Einlegen des LiIon-Akkus geboten, der sich auch verkehrt herum einsetzen lässt, dann aber ein Stück hervorsteht und die Gefahr birgt die Abdeckklappe zu beschädigen. Ist die Kamera auf ein Stativ montiert, lassen sich durch die Nähe zum Fach Akku und Speicherkarte nicht wechseln. Klassentypisch bietet die Kamera eine gut funktionierende Gesichtserkennung, eine Lächelautomatik und stabilisiert die Aufnahme über einen beweglichen Sensor. Dabei ist die Abbildungsleistung des 1/1,6-Zoll SuperCCD-Sensors harmonisch und auf hohem Niveau, allerdings erwartet man aufgrund der verhältnismäßig großen Sensorfläche einen besseren Detailerhalt bei ISO 400. Ebenso enttäuscht das Rauschverhalten oberhalb von ISO 100. Außenaufnahmen bildet die F100fd mit korrekten Farben und guter Belichtung ab.

Das 5-fach-Zoom (28 mm – 140 mm entspr. Kleinbild) fokussiert in Weitwinkelstellung schnell, wird in Telestellung aber extrem langsam (0,92 Sekunden) und strapaziert ebenso wie die lange Einschaltzeit von drei Sekunden die Geduld des Fotografen. Dabei bietet die Kamera nur eine zweistufige Schnappblende, welche in Telestellung relativ lichtschwach ausfällt (f3,3 – 5,1). Videoclips zeichnet die Kamera nur in VGA-Auflösung (640 × 480) auf und komprimiert im platzraubenden MJPEG-Format. Zoom und Autofokus sind während des Filmens nicht nutzbar. Gespeichert wird wahlweise auf xD- oder SD(HC)-Karte, Bilder lassen sich auch über den verbauten Infrarot-Port übertragen.

Die F100fd liefert ein harmonisches Bild mit glatten Kanten und gleichmäßiger Schärfe.