HP-Geschäftszahlen: Notebooks top, Desktop-PCs Flop

Im abgeschlossenen Fiskaljahr 2020 hat HP 56,6 Milliarden US-Dollar umgesetzt; 2,8 Milliarden US-Dollar blieben als Gewinn.

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(Bild: HP)

Von
  • Mark Mantel

HPs Notebook-Geschäft läuft in Zeiten der Coronavirus-Pandemie hervorragend: Im Fiskaljahr 2020, das am 31. Oktober 2020 endete, nahm der PC-Hersteller 25,77 Milliarden US-Dollar mit Notebooks ein – etwa 12 Prozent mehr ein als noch ein Jahr zuvor. Im letzten Quartal waren es mit 7,4 Milliarden US-Dollar sogar 18 Prozent mehr.

Die anderen Geschäftsfelder konnte HP mit Notebooks allerdings nicht ganz abfangen: Der Jahresumsatz sank um 3,6 Prozent auf 56,6 Milliarden US-Dollar, der Gewinn um 10 Prozent auf 2,8 Milliarden US-Dollar.

Aufgrund des hohen Bedarfs im Homeoffice und Homeschooling sind Notebooks momentan stark gefragt. Bei Desktop-PCs ist die Nachfrage hingegen gesunken, insbesondere durch ausbleibende Anschaffungen in Unternehmen. Im kompletten Fiskaljahr 2020 sank HPs Umsatz mit Desktop-Rechnern um 19 Prozent auf 9,81 Milliarden US-Dollar, im letzten Quartal um hohe 28 Prozent auf 2,25 Milliarden US-Dollar.

Der Workstation-Sparte mit besonders leistungsfähigen Desktop-PCs ging es im Jahresvergleich noch schlechter – 1,82 Milliarden US-Dollar Umsatz bedeuteten ein Minus von 24 Prozent. Das letzte Quartal beendete HP mit einem Minus von 45 Prozent auf 355 Millionen US-Dollar bei Workstations.

Eine Aufschlüsselung der Märkte zeigt, dass HP insbesondere bei Unternehmen Aufträge verloren hat: minus 23 Prozent stehen dort unterm Strich. Im Endkundenbereich ging es im letzten Quartal mit einem Plus von 21 Prozent wieder stark bergauf – für das komplette Jahr bleibt es bei minus 1 Prozent. Dabei können die großen PC-Hersteller den weltweiten Bedarf aufgrund eines Mangels an Komponenten gar nicht decken.

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Die operative Marge lag zuletzt bei 6,5 Prozent, wobei Drucker den Schnitt mit 14,8 Prozent hochdrückten – Desktop-PCs und Notebooks kamen nur auf 5,1 Prozent, was zusammengerechnet 6,1 Prozent ergibt. Mit den hohen zweistelligen Bruttomargen von AMD, Intel und Nvidia lässt sich die Angabe nicht direkt vergleichen, weil in die operative Marge keine Steuervorteile fließen. Dennoch ist die Gewinnspanne bei PC-Herstellern vergleichsweise gering.

Mit einem Quartalsumsatz von 4,8 Milliarden US-Dollar (- 3 Prozent) hat sich das Druckergeschäft im Herbst derweil stabilisiert; der Jahresumsatz sank allerdings um 12 Prozent auf 17,64 Milliarden US-Dollar. (mma)