Handel: Black Friday verlagert sich noch mehr ins Internet

Weniger Besucher in den Einkaufsmeilen, dafür mehr Käufe übers Internet: Der Einzelhandel beklagt schlechtere Startbedingungen, erwartet dennoch Rekordumsätze.

Lesezeit: 1 Min.
In Pocket speichern
vorlesen Druckansicht Kommentare lesen 39 Beiträge

(Bild: estherpoon/Shutterstock.com)

Von
  • dpa

Die Schnäppchenjagd am Rabatt-Tag Black Friday hat sich nach Einschätzung des Handelsverbandes Deutschland (HDE) in diesem Jahr stärker ins Internet verlagert. Ein Verbandssprecher sagte am Freitag, zwar beteiligten sich auch die Geschäfte in den Fußgängerzonen und Einkaufszentren seit Jahren mit eigenen Rabattaktionen am Black Friday. Doch seien die Startbedingungen für sie in diesem Jahr deutlich schlechter als für den Online-Handel. Wegen der Corona-Krise seien die Besucherzahlen in den Stadtzentren stark zurückgegangen. "In diesem Jahr wird vor allem der Online-Handel vom Black Friday profitieren."

Der HDE rechnet für den Black Friday und den Cyber Monday an diesem Montag dennoch mit Rekordumsätzen im deutschen Einzelhandel. Insgesamt würden die Verbraucher bei der Schnäppchenjagd voraussichtlich rund 3,7 Milliarden Euro ausgeben, prognostizierte der HDE. "Das Potenzial der beiden Aktionstage ist noch nicht ausgereizt", sagte der stellvertretende HDE-Hauptgeschäftsführer Stephan Tromp kürzlich.

Nach einer Umfrage des Handelsforschungsinstituts IFH Köln wollte in diesem Jahr mehr als jeder dritte Onlineshopper Aktionen zum Black Friday nutzen und jeder fünfte von ihnen am Cyber Monday auf Schnäppchenjagd gehen. Für die Umfrage befragte das IFH Köln im Auftrag des HDE knapp 1000 Onlineshopper.

(tiw)