Hannover Messe fehlte es an zufälligen Begegnungen

Messechef Jochen Köckler wertet die digitale Auflage der Hannover Messe als Erfolg. Kommendes Jahr soll sie hybrid abgehalten werden.

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(Bild: Hannover Messe)

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  • dpa

Die in diesem Jahr wegen Corona vollständig digitale Ausgabe der Industrieschau Hannover Messe soll eine Ausnahme bleiben. Zwar zog Messechef Jochen Köckler ein positives Fazit – die Beteiligung sei sehr zufriedenstellend gewesen und die Technik habe ohne Aussetzer mitgespielt, sagte er der dpa. "Man kann sehr vieles digitalisieren. Aber letztendlich kann das kein vollständiger Ersatz für das sein, was in Messehallen passiert." Dort gebe es anstelle von Videoanrufen und Livestreams aus Fabriken schließlich persönliche Gespräche oder auch mal zufällige Begegnungen. "Es fehlt schlicht der Kern des Zwischenmenschlichen."

Rund 1800 Aussteller präsentierten in dieser Woche bei der Hannover Messe ihre Ideen für die Fabriken und Energiesysteme der Zukunft. Etwa 90.000 registrierte Teilnehmer verfolgten die Schau online. Nach Angaben der Messe wurden die Streams mehr als 140.000 Mal angesehen. Hinzu kamen 800 000 Suchanfragen in der Aussteller- und Produktsuche.

Im kommenden Jahr soll die Hannover Messe daher als hybride Veranstaltung stattfinden, mit Besuchern auf dem Messegelände und Übertragungen im Internet; die vergangene Veranstaltung diente als Vorlauf. In der Zeit nach Corona sei diese Kombination für die Messe eine Chance, weiter an Bedeutung und Reichweite zuzulegen. "Wir werden im nächsten Jahr hoffentlich wieder viele Besucher an den fünf Messetagen haben. Aber die Innovationen werden dann sicherlich auch aus Hannover in die Welt gestreamt – vielleicht aus Hannover und aus den Firmenzentralen", sagte Köckler.

Die nächste Auflage der Hannover Messe ist für den 25. bis 29. April 2022 angesetzt. Partnerland ist dann Portugal.

(anw)