Harley-Davidson will sich gegen höhere EU-Zölle wehren

Der von Donald Trump entfachte Handelskrieg wirkt nach: Strafzölle der EU machen Harley-Davidson zu schaffen. Nun will sich der Motorradhersteller wehren.

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Harley Davidson
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  • dpa

Harley-Davidson will rechtlich gegen die von der Europäischen Union verhängten, höheren Zölle vorgehen. Das kündigte das Unternehmen in Milwaukee an. Ab Juni 2021 würden die Einfuhrzölle auf Motorräder des Unternehmens von 31 auf 56 Prozent steigen, sagte Harley-Chef Jochen Zeitz. "Dies ist eine beispiellose Situation und unterstreicht die sehr realen Schäden eines eskalierenden Handelskriegs", so Zeitz weiter.

Die USA und die EU überziehen sich seit Jahren gegenseitig mit Strafzöllen, was Unternehmen wie Harley-Davidson stark zusetzt. Der Motorradhersteller war in dem vom ehemaligen US-Präsidenten Donald Trump angezettelten Handelsstreit schon früh zwischen die Fronten geraten. Wegen Produktionsverlagerungen ins Ausland gab es im US-Heimatmarkt zeitweise sogar Boykottaufrufe von Trump-Anhängern. Trotz des US-Regierungswechsels gerät Harley nun weiter unter Druck.

Die kommenden Zollerhöhungen der EU gelten laut Zeitz für die gesamte Produktpalette seines Unternehmens, unabhängig davon, von wo die Fahrzeuge stammen. Dies würde Harley-Davidson vom Wettbewerb auf dem europäischen Markt ausschalten, klagt der Vorstandschef. Immerhin liefen die Geschäfte der Motorrad-Ikone im ersten Quartal 2021 wieder besser. Der Gewinn stieg im Jahresvergleich um über 270 Prozent auf 259 Millionen Dollar, der Umsatz um zehn Prozent auf 1,4 Milliarden.

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(mfz)