High Performance Computing: OpenHPC 2 bietet erweiterten Betriebssystem-Support

Die zweite Hauptversion des quelloffenen HPC-Framework enthält zahlreiche aktualisierte Komponenten und unterstützt nun auch CentOS8 und OpenSUSE Leap 15.

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(Bild: kubais / Shutterstock.com)

Von
  • Matthias Parbel

Das zweite Major Release des quelloffenen Frameworks für Linux Cluster im High Performance Computing ist fertig. Im Vorfeld der diesjährigen Supercomputing Conference, die Mitte November als rein virtuelles Event stattfinden wird, hat die innerhalb der Linux Foundation für das OpenHPC-Projekt verantwortliche Arbeitsgruppe das Release vorgelegt. Mit CentOS8 und OpenSUSE Leap 15 unterstützt OpenHPC 2.0 zwei zusätzliche Betriebssysteme. Darüber hinaus sind eine Vielzahl aktualisierter Komponenten eingeflossen – einige davon auch noch seit Vorlage des ersten Release Candidate Anfang Juni.

Zum Auftakt der Serie 2.x fügen die OpenHPC-Entwickler Support für die OS-Distributionen CentOS8 und OpenSUSE Leap 15 hinzu und kappen gleichzeitig die Bande zu den bisherigen 1.3.x-Versionen. Ab OpenHPC 2.0 sei das Framework explizit auf neue Distributionen ausgelegt und nicht mehr rückwärtskompatibel zur vorangegangenen Serie. OpenHPC 2.0 ist demnach vorzugsweise für Neuinstallationen mit aktuellen Betriebssystemen empfohlen.

Neuerungen im Update betreffen unter anderem MPICH, eine freie, portable Implementierung des Standards Message Passing Interface (MPI). MPICH Builds verwenden künftig das neuere ch4-Interface. Zudem führt OpenHPC 2.x zwei Transport Layer für MPICH und OpenMPI Builds ein, die breitere Unterstützung für darunterliegende Fabrics bieten sollen: UCX (Unified Communication X) und OFI (OpenFabrics Interfaces).

Eine komplette Übersicht aller Aktualisierungen in OpenHPC 2.0 findet sich in den Release Notes auf GitHub. Das Hosting der Package Repositories wandert mit dem Update auf die neue Community-Website repos.openhpc.community.

Das kollaborative OpenHPC-Projekt steht seit 2015 unter der Verantwortung der Linux Foundation. Es verfolgt das Ziel herstellerunabhängige und damit nichtproprietäre Softwarekomponenten, Werkzeuge und Integrationen für das Deployment und die Verwaltung von HPC-Linux-Clustern bereitzustellen.

Die inzwischen vorliegenden Serien 1.3.x und 2.x sind für den Einsatz in den wichtigsten Linux-Distributionen ausgelegt und stellen unter anderen Werkzeuge, Ressourcenverwaltung, I/O-Clients, Laufzeiten, Container, eine Vielzahl wissenschaftlicher Bibliotheken sowie Entwickler- und allgemeine Werkzeuge zur Verfügung.

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