Hörbücher verschwinden aus Apple Music

Apple scheint das Hörbuchangebot des Musik-Streaming-Dienstes zusammenzustreichen, Downloads lassen sich nicht länger abspielen.

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Streaming-Service Apple Music

(Bild: dpa, Sebastian Kahnert)

Von
  • Leo Becker

Viele Hörbücher sind in Apple Music nicht länger verfügbar. Seit mehreren Tagen scheint Apple damit beschäftigt, das Angebot an vorgelesener Belletristik bei dem Streaming-Dienst in Deutschland deutlich zu verkleinern: Bislang im Rahmen eines Abonnements hörbare Buchtitel sind nicht länger aufzufinden, bereits heruntergeladene Hörbücher verweigern die Wiedergabe und lassen sich nicht mehr zu Ende hören.

Von der Auslistung sind derzeit wohl ausschließlich Hörbücher betroffen, nicht aber Hörspiele. Die bislang gemeinsam geführte Kategorie aus Hörbüchern und Hörspielen trägt inzwischen allerdings nur noch letztere Bezeichnung – und ist so auch weiterhin in Apple Music zu finden.

Verärgerte Kunden werden vom Apple Support teils mit dem Hinweis auf ein angebliches Problem vertröstet, teils aber auch direkt an das Hörbuchangebot in Apples von Apple Music unabhängigen Hörbuchladen verwiesen, der in die App "Apple Bücher" integriert ist. Dort gibt es die Hörbücher nicht im Rahmen eines Abos, sondern nur zum Einzelkauf.

Apple hat sich zu der Angelegenheit bislang nicht offiziell geäußert, eine Nachfrage blieb unbeantwortet. Betreiber von Hörbuch-Suchmaschinen, die das Angebot aller Streaming-Dienste durchforsten, berichten ebenfalls, dass Apple praktisch das komplette Hörbuchangebot aus Apple Music entfernt habe. Bei anderen Streaming-Diensten wie Spotify und Deezer scheint keine derartige Auslistung von Hörbüchern zu passieren.

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Eine richtiger Hörbuchdienst war Apple Music bisher nicht, gängige Funktionen von Hörbuch-Apps fehlen komplett. Bei unserer letzten Stichprobe zum Vergleich von Hörbuchdiensten waren bei Apple Music nur rund 30 Prozent einer größeren Buchauswahl zu finden. Auch damals noch verfügbare Titel wie "Die App" von Arno Strobel und "Stadt der Nachtigallen" von David Rothenberg sind inzwischen aus dem Katalog verschwunden.

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(lbe)