HomeKit-Wetterstation mit Thread: Eve stellt Eve Weather vor

Die batteriebetriebene Wetterstation eignet sich für den Innen- und Außeneinsatz. Neu an Bord ist ein mesh-fähiges Netzwerkprotokoll.

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(Bild: Eve)

Von
  • Holger Zelder

Der deutsch-amerikanische Hersteller Eve hat eine neue Wetterstation für Apples Smart-Home-Plattform HomeKit vorgestellt. Eve Weather tritt die Nachfolge von Eve Degree an und erfasst Temperatur, Luftdruck und -Feuchtigkeit. Wie der Vorgänger besitzt die 5,4 × 5,4 × 1,6 Zentimeter große Messstation ein monochromes Display, das die aktuellen Werte anzeigt. Das Gehäuse aus eloxiertem Aluminium besitzt eine IPX3-Zertifizierung, soll laut Hersteller wasserbeständig sein und sich für den Innen- und Außeneinsatz eignen. Strom bezieht Eve Weather über eine wechselbare Batterie (Typ CR2450).

Die Station ist laut Hersteller ab 25. März verfügbar und kostet wie der Vorgänger rund 70 Euro.

Die Wetterstation verfügt über ein monochromes Display, das Temperatur, Leuftfeuchtigkeit und einen Wettertrend anzeigt.

(Bild: Eve)

Eve Weather funktioniert – wie andere Eve-Produkte – nur mit Apples HomeKit. Die aktuellen Werte lassen sich per Siri oder App abfragen und für Automationen verwenden. Die Eve-App zeigt zudem einen Verlauf der letzten Stunden an.

(Bild: Eve)

Neu an Bord ist das mesh-fähige Netzwerkprotokoll Thread. Um dies zu nutzen, benötigt man Apples HomePod mini als Steuerzentrale. Nutzt man einen älteren HomePod, ein Apple TV oder ein iPad, wird Eve Weather über Bluetooth angesprochen.

Im vergangenen Jahr hatte Eve bereits bei der Steckdose (Energy) sowie dem Tür- und Fenstersensor (Door & Window) per Update Thread freigeschaltet. Das Update stand nur für Geräte ab Baujahr 2020 zur Verfügung. Für die Heizungssteuerung (Thermo) und die Bewässerungssteuerung (Aqua) aus demselben Jahr sollen in Kürze Updates folgen. Ältere Geräte besitzen laut Hersteller keine Chips mit Thread-Unterstützung. Hier sollen künftig neue Hardware-Revisionen folgen.

Neben Eve hat auch der Hersteller Nanoleaf bereits erste Geräte mit Thread-Unterstützung vorgestellt. Dazu gehören die LED-Lampen (A19) und der Lightstrip aus der Essentials-Reihe.

Thread soll im Smarthome für mehr Stabilität und eine größere Reichweite sorgen. Über eine Zentrale (Border Router) wird ein Mesh-fähiges Netzwerk aufgebaut. Permanent mit dem Strom verbundene Geräte, etwa Steckdosen oder Lampen, nehmen am Routing teil und verstärken das Signal, ähnlich wie WLAN-Repeater. Fällt ein Gerät aus, kann ein anderer Verteiler übernehmen. Anders als bei Bluetooth, wo abgelegene Sensoren nur über zusätzliche HomePods, Apples TVs oder Eves Extend zu erreichen waren, braucht man bei Thread keinen Reichweitenverstärker.

In einem Thread-Netzwerk können Geräte mit permanenter Stromversorgung, etwa Steckdosen, das Mesh erweitern.

(Bild: Eve)

Batteriebetriebene Geräte wie vernetzte Heizungsthermostate oder Sensoren verstärken das Mesh nicht, sollen aber von einer niedrigen Leistungsaufnahme durch Thread profitieren. Neben mehr Stabilität und einer höheren Reichweite soll Thread auch kürzere Reaktionszeiten bieten. Außerdem ist Thread Bestandteil des künftigen SmartHome-Standards Connected Home Over IP (CHIP).

Was hinter Thread steckt und was es für Apples HomeKit bedeutet, lesen Sie in einem Hintergrundartikel in Mac & i Heft 2/2021, das am 8. April 2021 erscheint.

(hze)