Huawei Watch GT 3 Pro und Fit 2: Neue Wearables und ein Smartphone-Lebenszeichen

Huawei stellt neue Smartwatches für den Alltag und den Sport vor. Ein Lebenszeichen gibt es auch von den Smartphones des chinesischen Herstellers.

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Huawei Watch 3 Pro

(Bild: Huawei)

Von
  • Steffen Herget

Huawei hat zwei neue Smartwatches angekündigt und legt ein neues App-Angebot auf, das der ganzheitlichen Gesundheit dienen soll. Mit dem Mate Xs 2 kommt zudem ein neues Falt-Smartphone nach Deutschland, wenn auch mit einem ziemlich dicken Klotz am Bein.

Neues Smartwatch-Topmodell ist die Huawei Watch GT 3 Pro, die es in zwei Ausführungen gibt: in 43 Millimeter Durchmesser mit Keramikgehäuse sowie als 46-Millimeter-Uhr aus Metall. Das runde OLED-Display misst 1,32 bzw. 1,43 Zoll und stellt 466×466 Pixel dar. Der Bildschirm liegt hinter kratzfestem Saphirglas, die Unterseite besteht aus Keramik und beherbergt einen optischen Pulsmesser. Neben dem Touchscreen verfügen die Smartwatches zur Bedienung über eine dreh-und drückbare Krone sowie einen weiteren, frei belegbaren Knopf an der Seite.

Huawei verspricht, dass die Watch 3 Pro nicht nur nach IP68 gegen Wasser und Staub geschützt ist, sondern auch kurzes Untertauchen bis zu einer Wassertiefe von 30 Meter verträgt. Eine echte Tauchuhr ist sie allerdings nicht. Als Betriebssystem kommt HarmonyOS zum Einsatz, das auch eine Handvoll eigener Apps für die Smartwatch bereithält. Die Akkulaufzeit gibt Huawei mit bis zu 14 Tagen an. Die Huawei Watch GT 3 Pro, die über hundert verschiedene Workouts tracken kann, kostet je nach Version zwischen 370 und 600 Euro, im Juni soll sie zu kaufen sein.

Huawei Watch Fit 2

(Bild: Huawei)

Deutlich günstiger ist die rechteckige Watch Fit 2, die zwischen 150 und 230 Euro kostet und ebenfalls im Juni erhältlich sein soll. Huawei verbaut darin einen 1,74 Zoll großen OLED-Bildschirm mit einer Auflösung von 336×480 Pixel. Die Uhr, die dank Mikrofon und Lautsprecher auch zum Telefonieren taugt, verfügt ebenfalls über einen Pulsmesser, kann jedoch "nur" 97 Sportarten aufzeichnen. Mit einer Akkuladung soll die Huawei Watch Fit 2 bis zu zehn Tage normale Nutzung schaffen. Auf die Krone als Bedienelement der Huawei-Smartwatch muss die Kundschaft hier verzichten, Touchscreen und ein weiterer Knopf müssen genügen.

Innerhalb der Health-App von Huawei, die als zentrale Anlaufstelle der Wearables dient, startet mit Health+ ein neuer, kostenpflichtiger Dienst. Für 7,99 Euro monatlich oder 59,99 Euro im Jahr will Huawei die Gesundheit in den Bereichen Fitness, Ernährung und Wellness verbessern. Den Fitness-Part übernehmen virtuelle Coaches, bei der Ernährung gibt es Funktionen zum Kalorienzählen sowie Beratung über gesunde Nahrungsmittelauswahl. Den dritten Bereich bilden Dinge wie Atemübungen, auswählbare Schlafmusik sowie ein Periodenkalender.

Die Smartphones von Huawei kommen seit dem US-Embargo mit seinen weitreichenden Folgen in Europa meist mit viel Verspätung nach dem Start in China an, oder auch überhaupt nicht. Das Huawei Mate Xs 2, ein großes Falt-Smartphone mit innenliegendem 7,8-Zoll-Biegedisplay und äußerem 6,5-Zoll-Bildschirm, macht bereits rund einen Monat nach dem Start in China bald den Sprung nach Deutschland.

Angetrieben wird das Foldable von einem Qualcomm Snapdragon 888, also dem High-End-Chip des Vorjahres, allerdings in einer speziellen Version ohne 5G-Modem – dieses darf Huawei nicht verwenden. 8 GByte RAM und 512 GByte Flash stecken in dem Foldable, das auf dem Rücken drei Kameras (50-MP-Hauptkamera, 13-MP-Ultraweitwinkel und 8 MP-Tele) spazieren trägt.

Huawei Mate Xs 2

(Bild: Huawei)

Mit dem Preis, den Huawei für das Mate Xs 2 vermutlich aufruft, dürfte es das Falt-Smartphone trotz der wenigen Konkurrenten jedoch schwer haben. Knapp 2000 Euro verlangt Huawei wohl für das Mate Xs 2, das nicht nur ohne 5G, sondern auch ohne Google-Dienste, den Play Store und zahlreiche Apps auskommen muss. Zum Vergleich: Das ähnlich konstruierte Samsung Galaxy Z Fold 3 5G kostet derzeit unter 1300 Euro, ist technisch mindestens ebenbürtig und hat "echtes" Android mit allen Google-Diensten anstelle von Huaweis EMUI, das auf dem Android Open Source Project basiert.

(sht)