Hugo Boss will Online-Geschäft massiv ausbauen

Auf mehr als 400 Millionen Euro will Modehändler Hugo Boss seinen Online-Umsatz steigern. Dazu wird der zentrale Online-Shop für neue Märkte geöffnet.

Lesezeit: 1 Min.
In Pocket speichern
vorlesen Druckansicht Kommentare lesen 16 Beiträge

Der Online-Shop von Hugo Boss soll ausgebaut werden.

(Bild: Hugo Boss (Screenshot))

Von

Der Modehändler Hugo Boss will sein Online-Geschäft deutlich ausbauen. Bis 2022 soll der Umsatz online von 151 Millionen 2019 auf mehr als 400 Millionen Euro gesteigert werden, teilte Hugo Boss am Mittwoch in Metzingen mit. Dies soll sowohl über den eigenen Online-Shop als auch über das Konzessionsgeschäft mit Partnern erreicht werden.

"Die wachsende Bedeutung des Online-Geschäfts ist 2020 noch deutlicher geworden. Unsere Branche ist mit einer noch nie dagewesenen Situation konfrontiert und das Einkaufsverhalten der Kunden verlagert sich zunehmend von stationär auf online", erläuterte der für das E-Commerce-Geschäft verantwortliche Manager Matthew Dean laut dpa mit Blick auf die Corona-Pandemie. Hugo Boss will daher sein bislang eher maues Internetgeschäft ausbauen. Die Online-Umsätze machen derzeit nur einen kleinen Teil der Erlöse von Hugo Boss aus. So erwirtschaftete der Konzern 2019 einen Umsatz von knapp 2,9 Milliarden Euro – etwa 20 Prozent davon über Outlet-Center.

Eine Umsatzsteigerung erhofft sich der Modehändler vor allem aus der Expansion in neue Märkte, wie aus einer Mitteilung von Hugo Boss hervorgeht. Bisher bediente das Unternehmen mit seinem Onlineshop 15 wichtige Märkte, darunter die USA, Deutschland, Großbritannien, Frankreich und China. Im Juni hat der Modehändler nun seinen virtuellen Einkaufsladen für weitere 22 Märkte wie Australien, Japan, Hongkong, Polen und Portugal geöffnet. 24 weitere Märkte sollen noch 2020 erschlossen werden. Dabei setzt er vor allem auf den amerikanischen Kontinent. Neben Kanada und Mexiko soll der zentrale Onlineshop auch für andere amerikanische Länder geöffnet werden.

Der Online-Laden wird dazu entsprechend überarbeitet, auf "lokale Bedürfnisse" zugeschnitten, Landesprache und lokale Zahlungsmethoden angepasst. Die Lieferung soll aus zentralen Warenlagern in den USA und Deutschland erfolgen.

Im zweiten Quartal sei das eigene Online-Geschäft erneut stark gestiegen, heißt es weiter. Es werde dabei das elfte Quartal in Folge mit deutlich zweistelligem Wachstum sein. Hugo Boss will seine Zahlen für die Monate April bis Juni am 4. August vorlegen.

(olb)