Hyperloop mit 1000 km/h: Fluxjet soll zwischen Calgary und Edmonton sausen

In der kanadischen Provinz Alberta sollen einmal Menschen und Güter in einer großen Rohrpost reisen können. Fluxjet soll sie heißen.

Lesezeit: 2 Min.
In Pocket speichern
vorlesen Druckansicht Kommentare lesen 391 Beiträge

Ein computergenerierter Fluxjet in einer computergenerierten Röhre.

(Bild: Transpod)

Die Pläne für eine Hyperloop-Verbindung zwischen den kanadischen Städten Calgary und Edmonton nehmen erste Formen an. Das kanadische Unternehmen Transpod hat mit "Fluxjet" den Namen für sein Transportmittel bekannt gegeben, außerdem sollen erste Erkundungsarbeiten mit Umweltverträglichkeitsprüfungen aufgenommen worden sein.

Hyperloop ist als eine Art Hochgeschwindigkeitsrohrpost gedacht, die Güter und auch Menschen tranportieren können soll. Das Konzept dafür haben Elon Musk und SpaceX entwickelt und als "open source transportation concept" freigegeben. Mittlerweile arbeiten einige Firmen an solchen Transportprojekten.

Der elektrisch angetriebene Fluxjet soll einmal mit Geschwindigkeiten von bis zu 1000 km/h zwischen Calgary und Edmonton verkehren. Bis dahin wird aber noch einige Zeit vergehen. Zunächst muss Transpod die nötigen Baugenehmigungen und Prüfungen abgeschlossen haben, erste Tests könnten im nächsten Jahr stattfinden, etwa für 2027 wird mit dem Baubeginn für die Hochgeschwindigkeitsverbindung gerechnet, die möglicherweise 2030 fertig sein wird.

Im Juli hat Transpod zunächst einmal ein kleines Modell des Fluxjets gezeigt. Im März dieses Jahres hatte sich das 2015 gegründete Unternehmen in einer Finanzierungsrunde Mittel in Höhe von 550 Millionen US-Dollar gesichert. Die Website der Provinz Alberta, in der Edmonton und Calgary liegen, weist als Kosten für eine Teststrecke 688 Millionen kanadische Dollar (rund 500 Millionen Euro) aus.

An der Technischen Universität München haben in diesem Monat die Vorarbeiten für den Bau einer ersten eigenen Hyperloop-Teststrecke begonnen. Bis zum Ende dieses Jahres soll eine 24 Meter lange und inklusive Fundament vier Meter hohe Betonröhre entstehen, in der ein Vakuum erzeugt werden kann. Ohne Luftwiderstand soll eine Kapsel dort durchgleiten, aber nicht mit Menschen an Bord.

Empfohlener redaktioneller Inhalt

Mit Ihrer Zustimmmung wird hier ein externes YouTube-Video (Google Ireland Limited) geladen.

Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen (Google Ireland Limited) übermittelt werden. Mehr dazu in unserer Datenschutzerklärung.

(anw)