Hyundai Ioniq 6: Erste Bilder zeigen eigenwilliges Heck

Hyundai baut die Flotte seiner Elektroautos nach oben aus. Der Ioniq 6 nutzt den Baukasten des kleineren Ioniq 5, setzt aber auf eine andere Formensprache.

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Hyundai Ioniq 6

(Bild: Hyundai)

Von
  • Martin Franz

Volkswagen ist mit seiner Plattform-Strategie seit vielen Jahren so erfolgreich, dass dieses Konzept inzwischen von einigen Konkurrenten übernommen wurde. Der Hyundai-Konzern mit seinen verschiedenen Marken gehört dazu. Mit dem Ioniq 5 haben die Koreaner ein ungewöhnliches Elektroauto im Sortiment, auf dessen Plattform E-GMP auch Modelle von Kia und Genesis angeboten werden. Nun zeigt Hyundai mit dem Ioniq 6 ein größeres Auto auf dieser Basis.

Hyundai verfolgt bei der Vorstellung eine strikte Salamitaktik: Aktuell gibt es nur ein paar wenige Bilder des Serienmodells, technische Daten und Preise folgen erst noch. Der 6er soll deutlich länger sein als der 4,63 m messende Ioniq 5. Die ersten Fotos zeigen eine sehr eigenständige Form. Vorn ist der Ioniq 6 vergleichsweise konventionell, hinten mit seinem langen, immer flacher werdenden Heck eher ungewöhnlich. Zu diesem Eindruck tragen auch die beiden Heckspoiler bei.

Das Bemühen des Konzerns um eine gute Aerodynamik wird an zwei Stellen sichtbar. Zum einen gibt es auch hier Türgriffe, die nur im Bedarfsfall ausfahren. Im Kia EV6 (Test) hat uns das nicht restlos überzeugt. Statt Außenspiegeln setzt Hyundai im Ioniq 6 auf Kameras, die ihr Bild auf Bildschirme übertragen, die rechts und links am Armaturenbrett befestigt sind. Solche Details tragen zu einem beeindruckend geringen Luftwiderstandswert von 0,21 bei.

Hyundai Ioniq 6 (3 Bilder)

Bekanntes Schema: Oben zwei Bildschirme, darunter eine umschaltbare Leiste, mit der sich verschiedene Funktionen bedienen lassen.

Im Innenraum fällt auf, dass die Displayfront sanft gerundet ist und sich damit von der kantigen Linie des Ioniq 5 unterscheidet. Die ersten Bilder deuten an, dass sich das Bedienkonzept nicht grundlegend von den anderen Modellen unterscheidet. Es gibt zwei große Displays oben und eine Leiste mit umschaltbarer Funktionalität unter dem Touchscreen in der Mitte.

Keine Daten gibt es bislang zum Antriebsstrang. Gesetzt ist nur die Spannungsebene von 800 Volt. Vermutlich werden auch die Batterien mit 58 und 77 kWh aus den bekannten Modellen übernommen. Der ungleich niedrigere cW-Wert soll für noch mehr Reichweite sorgen. Das Basismodell mit Heckantrieb leistet voraussichtlich 168 kW, das vorläufige Spitzenmodell 239.

Hyundai Ioniq 6 (3 Bilder)

Der Hyundai Ioniq 6 ist vorn eher konventionell, hinten dagegen ...

Eine nochmals kräftigere Version, wie sie im Kia EV6 GT mit 430 kW schon längere Zeit angekündigt ist, dürfte für den Ioniq 6 in Vorbereitung sein. Hyundai will sich vorab diesbezüglich aber ebenso wenig in die Karten schauen lassen wie bei Preis und dem Start des Verkaufs in Deutschland. Nur eines ist ziemlich sicher: Ähnlich große, technische identische Ableger von Kia und Genesis werden folgen.

(mfz)