IBM i aktualisiert: Java 11 kommt, viele neue Db2-Funktionen

Im Rahmen seiner Technology Refreshes hat IBM seine i-Systeme mit mehreren neuen Funktionen ausgestattet, vor allem im Bereich Datenbanken.

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(Bild: Mats Wiklund/Shutterstock.com)

Von
  • Berthold Wesseler

Im Zuge der halbjährlichen „Technology Refreshes“ (TRs) für die aktuellen Versionen des Betriebssystem IBM i (früher OS/400) wurden heute IBM i 7.4 TR4 und IBM i 7.3 TR10 angekündigt. Der Fokus der Neuerungen liegt auf dem Ausbau der Automatismen über verschiedene Komponenten des Betriebssystems hinweg, darunter die Datenbank, Software-Entwicklung, Sicherheit und Hochverfügbarkeit.

Schon vor dieser Ankündigung hatte IBM die Unterstützung von Java 11 auf IBM i 7.3 und höher freigegeben; sie ist seit dem 29. März als Off-Release-Lieferung für das Produkt 5770JV1 Option 19 (Java 11 64-Bit) erhältlich. Bisher wurde lediglich die quelloffene Long-Term-Support-Version Java 8 unterstützt; Java 11 war nur als Early Access RPM für IBM i erhältlich, das allerdings noch nicht für den Produktivbetrieb empfohlen war.

Zu den wichtigsten Neuerungen der „Technology Refreshes“ gehören viele datenbankbezogene Verbesserungen, darunter zehn neue IBM-i-Services (früher SQL Services) und Erweiterungen für sieben bereits vorhandene. IBM-i-Services sind Datenbankfunktionen, die bisher notwendige CL-Befehle und APIs ersetzen und wesentlicher Bestandteil der IBM-Strategie zur weiteren Vereinfachung von Betriebs- und Verwaltungsaufgaben auf IBM i sind.

Ein neuer IBM-i-Service fungiert beispielsweise als „Treibstoffanzeige“ für NVMe-Laufwerke, ein anderer gibt Daten über aktive Jobs zurück. Daneben gibt es drei neue datenbankspezifische Db2-for-i-Dienste, darunter einen, der den Output von SQL-Befehlen in eine IFS-Stream-Datei leitet. Ebenfalls neu ist der Query Supervisor; mit diesem Tool können Datenbankadministratoren nicht nur überwachen, wie die Ressourcen der Db2 for i-Datenbank von der SQL Query Engine (SQE) verbraucht werden. Sie können das auch steuern, etwa durch eigene Exit-Point-Programme. Dies ist wohl die größte Verbesserung des aktuellen Release, denn der neue Query Supervisor erlaubt völlig andere Wege bei der Datenbankverwaltung.

Ebenfalls neu sind Funktionen zur Sicherheitsautomatisierung in der SYSTOOLS-Bibliothek, insbesondere im Hinblick auf Massenänderungen an Benutzerprofilen und zum Sammeln von Details aus dem Audit-Journal. Zu den neuen Features im RPG-Compiler gehören die Konvertierung des Inhalts einer Char-Variablen von Kleinbuchstaben in Großbuchstaben, die Aufteilung einer Zeichenkette in ein Array und die Rückgabe des Index des maximalen oder minimalen Elements eines Arrays.

Technische Details finden sich in den Ankündigungen von IBM i 7.4 TR4 und IBM i 7.3 TR10. Zu guter Letzt hat IBM das Logo für IBM i überarbeitet – im Zuge einer IBM-weiten Überarbeitung der in Marketingmaterialien verwendeten Markenlogos.

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(fo)