IBM will wohl tausende Stellen streichen

Der Konzern will in einem sehr wettbewerbsintensiven Markt flexibel bleiben, um jederzeit hochtalentierte Arbeitskräfte anwerben zu können.

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Mit vernetzter Rechenkraft will IBM helfen, das Coronavirus zu bekämpfen. Zunächst einmal wirkt sich die Pandemie aber auf das Geschäft des Konzerns aus.

(Bild: IBM)

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IBM hat einen umfassenden Abbau von Arbeitsplätzen angekündigt. Die Entscheidung sei wohl für einige Beschäftigte eine einzigartige und schwierige Situation, sagte ein Unternehmenssprecher in einer Stellungnahme. IBM müsse in dem sehr wettbewerbsintensiven Markt flexibel bleiben, um jederzeit hochtalentierte Arbeitskräfte anwerben zu können, die Entscheidungen des Konzerns seien im Interesse des langfristigen Wohlergehens der Firma.

Wie viele Jobs IBM streichen will, dazu machte das Unternehmen keine detaillierten Angaben. Dabei dürfte es aber um Tausende Stellen gehen, wie das Wall Street Journal (WSJ) berichtete und sich dabei auf Unternehmenskreise berief. Ende vergangenen Jahres hatte IBM knapp 353.000 Mitarbeiter.

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Es wäre der erste Einschnitt bei den Mitarbeitern unter dem Kommando des neuen Konzernchefs Arvind Krishna, der das Wachstum bei IBM wieder ankurbeln will. Krishna hatte Anfang April das Ruder von Ginni Rometty übernommen, vorher war er Leiter der IBM-Cloudsparte.

IBM hatte in den Jahren unter Rometty einen tiefgreifenden Konzernwandel hin zu neuen Geschäftsfeldern wie Cloud-Diensten, Datenanalyse und künstlicher Intelligenz angestoßen. Der Erfolg hielt sich bislang jedoch in Grenzen, Quartale mit Geschäftszuwächsen sind schon seit Jahren selten. Im April kassierte IBM wegen der Coronavirus-Krise seinen Ausblick für das laufende Jahr. Schon im Januar hatte der Konzern im Rahmen von Geschäftszahlen über Kostensenkungen durch "aggressive strukturelle Maßnahmen" gesprochen.

IBM ist unter Tech-Konzernen mit den Jobkürzungen nicht allein: Der Fahrdienstvermittler Uber etwa strich zuletzt rund 6700 Stellen, auch der Wohnungsvermittler AirBnB will laut Berichten einen großen Teil der Arbeitskräfte entlassen. Der auf Gewerbekunden spezialisierte IT-Dienstleister Hewlett Packard Enterprises kündigte am Donnerstag nach Verlusten ein weitreichendes Sparprogramm an, wozu auch eine Neuausrichtung der Arbeitskräfte auf Wachstumsfelder beitragen soll.

(anw)