IBM zurück in der Gewinnzone

IBM schreibt im 1. Quartal wieder Gewinn, bei stabilem Umsatz. Red Hat und die Cloud ziehen den Karren.

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(Bild: Laborant/Shutterstock.com)

Von
  • Daniel AJ Sokolov

IBM hat im ersten Quartal 2021 17,73 Milliarden US-Dollar umgesetzt, ein Zuwachs von 0,9 Prozent im Jahresabstand. Der Bruttogewinn ist um 3,6 Prozent auf 8,2 Milliarden Dollar geklettert. Eine deutliche Veränderung gibt es beim Betriebsgewinn: Nach einer roten Null IBMs im ersten Quartal 2020 gibt es diesmal ein Plus von 905 Millionen Dollar. Der Reingewinn ist um 19 Prozent auf 956 Millionen Dollar gefallen.

Das geht aus den Montagabend veröffentlichten Finanzzahlen IBMs hervor. Dabei zeigt sich, dass IBM im ersten Quartal durch eine Reduktion der Barreserven und das Verkaufen von Forderungen etwa 5,1 Milliarden US-Dollar eigene Schulden abbauen konnte. "Wir haben noch Arbeit vor uns, sind aber sicher, dass wir den Ganzjahresumsatz steigern und unser Ziel beim Adjusted Free Cash Flow 2021 erreichen können", sagte IBM-Chef Arvind Krishna.

Dieses Ziel sind elf bis zwölf Milliarden US-Dollar Adjusted Free Cash Flow. Erwartete Kosten in Höhe von drei Milliarden Dollar für eine Umstrukturierung und die Abspaltung des IBM-Geschäfts mit Infrastruktur-Dienstleistungen sind davon bereits abgezogen. Vergangenes Jahr waren es 10,8 Milliarden Dollar.

Wie bereits in den letzten Quartalen sind die Cloud und Red Hat die treibenden Kräfte bei IBM. Das Cloud-Geschäft hat 38 Prozent zugelegt, Red Hat 17 Prozent. Beide zählen zur Sparte "Cloud & Cognitive Software", die insgesamt um 3,8 Prozent auf 5,4 Milliarden Dollar Umsatz gewachsen ist.

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Der Umsatz des Geschäftsbereichs Global Business Services, zu dem auch Consulting-Leistungen zählen, ist um 2,4 Prozent auf 4,2 Milliarden Dollar gestiegen. Bei den Global Technology Services gab es hingegen ein Minus von 1,5 Prozent auf 6,4 Milliarden Dollar.

Für den Bereich Systems meldet IBM 4,3 Prozent Wachstum auf 1,4 Milliarden Dollar. Hierin fallen Hardware und Betriebssysteme. IBM Z wächst, während Datenspeichersysteme wenig gefragt sind. Die Bruttomarge ist bei allen vorgenannten Konzernsparten gestiegen. Die Abteilung Global hat nur noch 240 Millionen Dollar umgesetzt, gleich ein Fünftel weniger als in IBMs erstem Quartal 2020.

(ds)