IIoT: CrateOM setzt Geräte- und Prozessdaten in Handlungsanweisungen um

Der neue Dienst verbindet das Monitoring mit der datengestützten Entscheidungsfindung, um Prozesse in Industrieunternehmen zu überwachen und zu optimieren.

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(Bild: Jenson/Shutterstock.com)

Von
  • Matthias Parbel

Crate.io, Anbieter der auf den Einsatz in IIoT-Umgebungen (Industrial Internet of Things) zugeschnittenen Datenbank CrateDB, kündigt den neuen Service CrateOM an, der Unternehmen bei der Digitalisierung ihrer Betriebsprozesse unterstützen soll. Der neue Dienst verbindet das Monitoring von Geräte- und Prozessdaten in Echtzeit mit deren Analyse für eine datengestützte Entscheidungsfindung. Laut Ankündigung soll CrateOM Industrieunternehmen dabei unterstützen, ihre Prozesse kontinuierlich zu überwachen und zu optimieren, um schließlich auch ihre Kosten zu senken. Dabei lässt sich der Dienst genau wie die Datenbank CrateDB sowohl in der Cloud wie auch in Edge- und Hybrid-Szenarien nutzen.

Das im Rahmen eines Early-Adopter-Programms ab sofort verfügbare Angebot soll die Transformation in Richtung Smart Manufacturing aktiv vorantreiben, wie Eva Schönleitner, CEO von Crate.io, gegenüber heise Developer erklärt. Auf Basis der erhobenen und in der Open-Source-Datenbank gespeicherten Maschinen- und Prozessdaten erlaubt CrateOM eine durch Machine Learning unterstützte Analyse, die Problemquellen identifiziert, um Ausfallzeiten zu vermeiden, beziehungsweise konkrete Handlungsanweisungen liefert, um erkannte Fehler zu beheben. Mit Blick auf die vorausschauende Wartung (Predictive Maintenance) lassen sich zudem individuelle Schwellenwerte definieren und kontinuierlich neu anpassen. Über eine App lassen sich die Warnungen und gegebenenfalls notwendigen Aktionen direkt an zuständige Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter weiterreichen.

Anhand automatisierter Schritt-für-Schritt-Anleitungen und Videos zur Fehlerbehebung schafft CrateOM die Voraussetzungen für umgehenden Support in Produktionsumgebungen. Die App lässt sich darüber hinaus nutzen, um Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu schulen oder neue Kräfte in die jeweiligen Produktionsprozesse einzuführen. Dabei greift CrateOM auf eine Knowledge Base zu, die als Basis für ein Tool zum digitalisierten Management von Arbeitsanweisungen dient, das in Kooperation mit Manual.to entstanden ist.

Als Partner der ersten Stunde und Referenzkunde konnte der international aufgestellte Kunststoffhersteller ALPLA bereits praktische Erfahrung mit dem Einsatz von CrateOM sammeln. "Wir haben CrateOM eingeführt, weil das System für uns ein großes Potenzial im Bereich der Prozessüberwachung und Digitalisierung von Prozessabläufen birgt. CrateOM bietet eine hohe Skalierbarkeit und ermöglicht es uns außerdem, die Erkenntnisse, die wir im Laufe der Zeit gewinnen, zur Verbesserung des Produktionssystems zu nutzen", erklärt Philipp Lehner, CEO der ALPLA Group. Im Zuge des Early-Adopter-Programms sollen nun aber auch weitere Unternehmen die Möglichkeiten von CrateOM kennenlernen und nutzen können, ergänzt Schönleitner.

Unterstützung erhält Crate.io dabei durch weitere Partner wie Microsoft, Accenture, EY, PwC und Zühlke, die die Digitalisierung im Manufacturing auf der Basis fertiger Referenzimplementierungen schneller vorantreiben möchten.

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