IT-Sicherheit: Deutschland gibt 2021 mehr als 6 Milliarden Euro aus

Der Umsatz im Bereich IT-Sicherheit soll 2021 ein neues Allzeithoch erreichen, haben Marktforscher der IDC errechnet.

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(Bild: deepadesigns/Shutterstock.com)

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  • Oliver Bünte

In Deutschland wird auf die ansteigende Bedrohung der IT-Sicherheit reagiert und die Ausgaben für den Schutz erhöht. Nach einer Prognose des Marktforschungsunternehmens IDC im Auftrag des Branchenverbandes Bitkom soll der Umsatz mit IT-Sicherheitsprodukten 2021 auf 6,2 Milliarden Euro ansteigen und damit einen neuen Rekord erzielen. Im Jahr zuvor, ebenfalls ein Rekordjahr, lag der Umsatz noch bei 5,6 Milliarden Euro. 2022 soll der Umsatz weiter ansteigen.

Berücksichtigt wurden bei den Berechnungen des IDC die Ausgaben für Hardware, Software und Services im Bereich der IT-Sicherheit, geht aus einer Mitteilung des Bitkom hervor. Der Löwenanteil von 50 Prozent der Gesamtinvestitionen in IT-Sicherheit geht auf das Konto der Services. Für Sicherheitsdienstleistungen sollen 2021 vermutlich 3,1 Milliarden Euro ausgegeben werden, 9,8 Prozent mehr als noch im Vorjahr. Einen noch etwas höheren Anstieg sollen die Ausgaben im Sicherheitssoftware-Bereich verzeichnen. Hier geht IDC von einem Anstieg von 11,4 Prozent auf einen Umsatz in Höhe von 2,3 Milliarden Euro aus. Auch im Bereich Hardware wird mehr investiert: Etwa 815 Millionen werden nach den Berechnungen der IDC dafür ausgegeben, ein Zuwachs um 4,9 Prozent.

Das meiste Geld wird für Sicherheitsdienstleistungen ausgegeben.

(Bild: Bitkom)

Für das kommende Jahr 2022 gehen die Marktforscher von einem erneuten Umsatzzuwachs für IT-Sicherheit aus. Der Anstieg soll dann mit 9,9 Prozent noch höher ausfallen als die 9,7 Prozent in diesem Jahr. Erwartet wird ein Umsatz von 6,8 Milliarden Euro.

In den darauffolgenden Jahren sollen die jährlichen Ausgaben für Sicherheitsprodukte durchschnittlich um 9,5 Prozent zunehmen. So sollen sie 2025 bereits bei 9,5 Milliarden Euro liegen.

"Für Unternehmen und Verwaltungen ist eine hohe IT-Sicherheit überlebensnotwendig und muss fester Bestandteil guten Managements sein", sagt Susanne Dehmel, die Mitglied der Bitkom-Geschäftsleitung ist. "Die Corona-Krise hat gezeigt, wie verwundbar viele Firmen sind. Die Ausgaben für IT-Sicherheit werden künftig weiter steigen."

Der neuen Regierung empfiehlt der Branchenverband, einen besonderen politischen Schwerpunkt auf IT-Sicherheit zu legen, um weniger anfällig für Krisen zu sein. Dies sei nach Ansicht der Bitkom entscheidend für den "Erfolg und die Souveränität der deutschen Wirtschaft".

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(olb)