IWF fordert El Salvador zu Aufgabe von Bitcoin als Zahlungsmittel auf

Die Verwendung von Bitcoin sei zu riskant, findet der Internationale Währungsfonds, insbesondere als gesetzliches Zahlungsmittel.

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Münzen mit Bitcoin-Logo

(Bild: Shutterstock)

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  • dpa

Der Internationale Währungsfonds (IWF) hat El Salvador aufgefordert, der Digitalwährung Bitcoin den Status als gesetzliches Zahlungsmittel wieder zu entziehen. Als erstes Land der Welt hat der mittelamerikanische Staat der Kryptowährung im September 2021 diesen Status verliehen. In einer Mitteilung vom Dienstag betont der IWF-Vorstand, mit der Verwendung Bitcoins seien große Risiken verbunden – für die Finanzstabilität, die finanzielle Integrität und den Verbraucherschutz sowie die damit verbundenen steuerlichen Eventualverbindlichkeiten.

Mit digitalen Zahlungsformen wie der in dem mittelamerikanischen Land eingeführten E-Geldbörse Chivo könnte zwar die finanzielle Inklusion gefördert werden, heißt es seitens des IWF. Das neue wirtschaftliche Umfeld um Chivo und Bitcoin müsse aber streng reguliert und überwacht werden. Anlass waren Gespräche zur wirtschaftlichen Lage, die die in Washington ansässige UN-Sonderorganisation regelmäßig mit Mitgliedsstaaten führt.

El Salvador verhandelt seit einiger Zeit mit dem IWF um ein Kreditpaket in Höhe von 1,3 Milliarden US-Dollar (rund 1,15 Milliarden Euro). Das mittelamerikanische Land hat die Kredite bereits im Sommer 2021 beantragt und angestrebt, die Verhandlungen mit dem IWF im September des letzten Jahres abzuschließen, wie der Präsident noch im Juli 2021 verkündet hat.

Nach El Salvadors Bitcoin-Gesetz muss jeder Händler, der technisch dazu in der Lage ist, die Kryptowährung annehmen. Auch Steuern können damit bezahlt werden. Der umstrittene Staatspräsident Nayib Bukele hat im November den Bau einer "Bitcoin-City" angekündigt.

Bitcoin ist die bekannteste Digitalwährung. Sie wird nicht von einer Zentralbank kontrolliert, sondern durch ein dezentrales, energieintensives Computerverfahren vergeben. Bitcoin gilt als Spekulationsobjekt und ist heftigen Kursschwankungen unterworfen.

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Der Preis eines Bitcoins lag am Dienstag bei knapp 37.000 Dollar – im November erreichte er den Höchststand von rund 68.000 Dollar. Nach Schätzungen auf Grundlage Angaben Bukeles auf Twitter hat El Salvador inzwischen etwa 1800 Bitcoin gekauft. Vor wenigen Tagen noch hat Bukele auf Twitter angegeben, dass El Salvador 410 Biitcoin für 15 Millionen Dollar gekauft habe, also zu einem Kurs von 36.585 Dollar.

(fds)