Idee in Österreich: Rasern droht Autoentzug

In Österreich könnte bei einer extremen Überschreitung des Tempolimits künftig das Auto beschlagnahmt werden.

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Tempo-30-Zone

In Wien soll ein Autofahrer in einer Tempo-30-Zone kürzlich mit 104 km/h erwischt worden sein. Dafür könnte in Österreich künftig nicht nur der Verlust des Führerscheins drohen.

(Bild: Jessica Franz-von Ahn)

Von
  • Martin Franz
  • mit Material der dpa

In der Schweiz oder in Italien ist schon länger klar: Wer das Tempolimit drastisch überschreitet, muss unter Umständen damit rechnen, nicht nur den Führerschein, sondern auch sein Auto zu verlieren. Österreich könnte dem folgen: Verkehrsministerin Leonore Gewessler (Grüne) bereitet derzeit eine Gesetzesnovelle vor, die den Behörden ein Autoentzug ermöglichen soll. Allerdings muss der Temposünder dafür schon grob fahrlässig handeln.

Wer das Tempolimit innerorts um mindestens 60 oder außerorts um 70 km/h überschreite, müsse neben dem vorläufigen Entzug des Führerscheins mit dem Verlust des Autos rechnen, kündigte Gewessler an. Nach einer Prüfung des bisherigen Fahrverhaltens falle dann die Entscheidung, ob das beschlagnahmte Auto versteigert werde. Diese Karte wird vermutlich erst gezogen, wenn der Autofahrer mehrfach mit deutlich überhöhter Geschwindigkeit aufgefallen ist.

"Extreme Raserei ist lebensgefährlich für alle anderen Menschen auf der Straße", sagte die Ministerin. Zuletzt hab es zum Beispiel in Wien den Fall eines Autofahrers gegeben, der mit 104 km/h in einer Tempo-30-Zone unterwegs gewesen sei. In Deutschland kann das Fahrzeug nach Angaben des ADAC nur nach illegalen Autorennen beschlagnahmt und eingezogen werden.

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(mfz)