Immer ins Schwarze: Dartscheibe bewegt sich automatisch zum Pfeil

In Wien hat ein Forschungsteam eine Dartscheibe gebaut, bei der man immer die Triple-20 trifft. Die Idee ist nicht ganz neu, aber ausführlich dokumentiert.

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(Bild: Technische Universität Wien)

Drei Forscher der Technischen Universität Wien haben mit einer neuen Steuerungstechnik eine Dartscheibe gebaut, auf der man garantiert immer ins wertvollste Feld trifft. Sie basiert auf einem "innovativen System aus Seilzügen, Bilderkennung und hochpräziser Steuerung", erklärt das Team jetzt und führt ihre Konstruktion in einem Video vor.

Mehrere Kameras erfassen demnach die Flugbahn des einmal geworfenen Dartpfeils und berechnen innerhalb von Mikrosekunden, wo er auftreffen wird. Präzisionsseilzüge steuern die Dartscheibe dann dank eines "ausgeklügelten mathematischen Modells" an die richtige Position. Das alles klappt innerhalb von 250 Millisekunden, erläutert das Team.

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Wie die Gruppe um Georg Feiler erläutert, haben sie die Arbeit an der Scheibe mit aufwendigen mathematischen Analysen begonnen und die Ergebnisse mit der Seilzugsteuerung umgesetzt. Mit starren Verbindungen wäre die Technik viel schwieriger zu bauen, meint sein Kollege Andreas Kugi vom Institut für Automatisierungs- und Regelungstechnik.

Kugi weist darauf hin, dass die Dartscheibe zeige, dass man mit den heutigen Möglichkeiten der Automatisierung ganze Prozesse neu denken könne: "Warum präzise werfen, wenn man auch die Scheibe präzise positionieren kann?" Mit ein bisschen Kreativität ließen sich erstaunliche technische Lösungen umsetzen, die man anfangs vielleicht gar nicht für möglich halte.

Inhaltlich ist die Idee einer automatisch nachgeführten Dartscheibe nicht neu, der Youtuber Mark Rober hat bereits vor fünf Jahren eine vorgestellt. Bei der musste man aber zumindest die Dartscheibe treffen, damit die sich so bewegen konnte, dass der Pfeil im Zentrum landet. Außerdem hat er sie so konstruiert, dass einen Pfeil immer im Zentrum landen lässt, einen andere immer außerhalb der Scheibe. Auch er hatte auf Seilzüge gesetzt.

Die Dartscheibe der TU Wien wird nun aber auch in einem wissenschaftlichen Fachartikel vorgestellt, eine Version kommt mit vier Kabeln aus. Zudem ist sie auf Treffer im Triple-20 trainiert. Noch weiter getrieben wurde die Idee auf dem Youtube-Kanal Stuff Made Here, für den wurde ein Basketballkorb konstruiert, den man (fast) nicht verfehlen kann.

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(mho)