Inhouse-Navigation per Indoor-Mapping: Apple-Format wird Standard

Apples IMDF erlaubt das Anlegen detaillierter Indoor-Karten, auch eine genaue Ortung von iPhones in Innenräumen ist vorgesehen – ohne GPS und Bluetooth-Beacons.

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Apples Indoor-Positioning-Dienst.

(Bild: Apple)

Von
  • Leo Becker

Apples Indoor Mapping Data Format (IMDF) wird nun vom Open Geospatial Consortium (OGC) als Community Standard geführt. Das Format bietet ein umfangreiches Modell für die Kartographierung der Innenräumen jeglicher Art von Gebäude und liefere die Basis für "Orientierung, Navigation und Entdeckung", wie der Beschreibungstext des Indoor Mapping Data Format in Version 1.0.0 erklärt. Spezielle Erklärungen gibt es für eine Erstellung von Innenraumkarten für Flughäfen, Einkaufszentren und Bahnhöfe.

Unternehmen oder auch Veranstaltungsorte können den Standard über ein Extension-Modell um Funktionen sowohl für eine öffentliche als auch interne Verwendung erweitern, die die derzeitige Spezifikation noch nicht aufweist, merkt die Organisation an. Das Format sei mobilgerätefreundlich, kompakt, menschenlesbar und sehr erweiterbar, so Apple.

IDMF erlaube eine umfassende Anpassung von Innenraumkarten unter den "Sicherheits- und Datenschtuzkontrollen des Inhabers", wie Apple außerdem betonte. Das Indoor-Mapping-Format mache es zudem leicht, Apples Indoor-Positioning-Dienst zu nutzen, der eine genaue Ortung von iPhones in Innenräumen ermöglichen soll, um so die Orientierung und Navigation zu vereinfachen. Zusätzliche Hardware wie der Aufbau einer Infrastruktur aus Bluetooth-Funkmodulen (Beacons) sei dafür nicht erforderlich.

Die Positionierung setzt stattdessen auf eine bestehende WLAN-Installation und nutzt Frequenzmuster der vorhandenen Basisstationen, um eine Ortung mit einer Genauigkeit auf GPS-Level zu ermöglichen, heißt es bei Apple. Gebäudebetreiber müssen die Innenräume dafür mit einer spezielle Indoor-Survey-App ablaufen.

In den hauseigenen Kartedienst hat Apple bereits Indoor-Karten integriert, auch Flughäfen in Deutschland wie der Frankfurt AirPort sind inzwischen abgedeckt. Auch große Einkaufszentren sind in verschiedenen Ländern.

(lbe)