Industrie 4.0: 5G-Campusnetze sparen Produktionskosten

Einsparungen winken laut Studie vor allem beim Einsatz autonomer Fahrzeuge und Roboter und bei der Maschinenüberwachung. WLAN und Kabel seien teurer als 5G.

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Industrie 4.0: Ein Mitarbeiter des Antriebsspezialisten Wittenstein scannt im Zahnradwerk mit einem Tablet den Barcode an einer Maschine.

(Bild: dpa, Bernd Weißbrod/Archiv)

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Industrieunternehmen können ihre Gesamtproduktionskosten durch selbst betriebene Mobilfunknetze um bis zu 8,5 Prozent senken, lautet das Ergebnis einer Studie des Marktforschers ABI Research und des Netzwerkausrüsters Ericsson. Solche Campusnetze für industrielle Anwendungen sind im 5G-Mobilfunkstandard explizit vorgesehen, lassen sich aber auch mit 4G-LTE-Netzen einrichten. Grundlage der Studie sind Modellrechnungen für einen japanischen Elektronikhersteller und einen deutschen Automobilhersteller über fünf Jahre.

Das größte Einsparpotenzial (1,95% der Gesamtproduktionskosten) sieht die Studie beim Einsatz autonomer Fahrzeuge und Roboter. Es folgen die fortlaufende, präventive Überwachung des Betriebszustandes der Maschinen (1,65% Ersparnis), das Tracking des Anlagevermögens wie Maschinen und Werkzeuge (1,05%), der Einsatz von Augmented-Reality-Anwendungen (0,55%) und die Vernetzung der Produkte (0,5%).

Laut der Studie bietet eine Vernetzung per Mobilfunk Vorteile gegenüber WLAN und Kabel. Eine Netzwerkverkabelung sei zu unflexibel und bringe hohe Installationskosten mit sich. WLAN sei zwar eine gute etablierte Technik, die in der Industrie nötigen geringen Latenzen und hohe Ansprüche an die Zuverlässigkeit und einen schnellen Handover erforderten jedoch teure, proprietäre Access Points.

(odi)