Industrie 4.0 senkt CO2-Ausstoß, Quelle: Industrieunternehmen

Laut einer Umfrage des Bitkom wird die Industrie 4.0 für mehr Umweltschutz sorgen. Hieran glauben drei Viertel der befragten Industrieunternehmen.

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(Bild: yotily / shutterstock.com)

Von
  • Moritz Förster

Eine Umfrage des Bitkom kommt zu dem Ergebnis, dass die Digitalisierung für mehr Nachhaltigkeit sorgen würde. Hierbei befragte der IT-Branchenverband Industrieunternehmen in Deutschland. Ganze 73 Prozent meinten, dass die Industrie 4.0 den CO2-Ausstoß verringern würde. Fast ebenso viele Unternehmen gaben an, dass durch vernetzte Maschinen, eine vorausschauende Wartung sowie Automatisierung Ressourcen in der Fertigung geschont werden könnten.

Hier spielt eine zentrale Rolle, dass 85 Prozent der Befragten meinten, dass die Industrie 4.0 für eine Kreislaufwirtschaft mit geschlossenen Material- und Produktkreisläufen sorgen werde. Hierbei könnten Rohstoffe immer wieder von neuem genutzt werden. Ziel der Bundesregierung ist es, dass die heimische Industrie ihre Emissionen bis 2030 um rund die Hälfte – im Vergleich zu 1990 – senkt. Zu diesem Zweck stellt sie auch im Bereich Energie- und Ressourceneffizienz Fördermittel bereit.

Des Weiteren bescheinigt die Umfrage der Industrie ein gestiegenes Bewusstsein für Nachhaltigkeit: Jedes zweite Unternehmen habe sich bereits eine Selbstverpflichtung zur Senkung des CO2-Ausstoßes auferlegt, weitere 34 Prozent würden dies konkret planen. 31 Prozent setzten bereits klimafreundliche Produktionsmaterialien ein und 32 Prozent würden über eine Nachhaltigkeitsstrategie verfügen.

Bitkom-Präsident Achim Berg meint hierzu: "Wir brauchen in der Industrie effiziente und klimaschonende Produktionsprozesse – und das funktioniert nur mit digitalen Technologien. Mit Industrie 4.0 kann die deutsche Industrie zum Pionier einer klimafreundlichen Produktion werden." An der repräsentativen Umfrage nahmen 552 Industrieunternehmen ab 100 Mitarbeitern teil, die Daten wurden in der ersten Jahreshälfte 2020 erhoben.

(fo)