Instagram will keine Foto-Plattform mehr sein – Video im Vordergrund

Tiktok und Youtube seien die großen Rivalen. Um es mit ihnen aufzunehmen, will Instagram verstärkt auf Videos statt Fotos setzen.

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(Bild: Wachiwit/Shutterstock.com)

Von
  • Eva-Maria Weiß

Bewegtbild soll es richten: Instagram will zunächst mit Videos gegen die Konkurrenz von Tiktok und Youtube standhalten, das kündigt der Chef Adam Mosseri passenderweise in einem Video an. In den kommenden Wochen und Monaten seien bereits Tests und Änderungen geplant. Auch werde es Neuigkeiten in den Bereichen Shopping, Messaging und Creators, also Inhalteersteller, geben.

Facebooks einstige Foto-Plattform soll unter anderem künftig Videos, die den gesamten Bildschirm einnehmen, als Vorschläge im Feed präsentieren. Bisher sind dort nur Fotos und Reels zu finden, die Mini-Videos, die der des Konkurrenten Tiktoks ähneln. Längere Videos können als Stories, die nach 24 Stunden verschwinden, oder als IGTV im Account untergebracht werden. Mosseri nennt das nur als eine der Optionen, wie Video vermehrt in dem Dienst einziehen soll: "Vollbild, immersive, entertaining und mobile-first" sind weitere Attribute. "Wir sind nicht mehr länger eine Plattform, auf der Fotos geteilt werden."

Mosseri traut sich auch, Tiktok und Youtube als direkte Konkurrenten zu bezeichnen – sowie als Gründe für die Veränderungen. Die Menschen schauten auf Instagram, um unterhalten zu werden, dem wolle und müsse man nachkommen.

Allerdings lassen die anderen von dem CEO genannten Bereiche darauf schließen, dass ebenso die Monetarisierung im Fokus künftiger Ausrichtungen sein wird. Das liege auch an der durch die Corona-Pandemie veränderten Nutzung der Menschen, die mehr online geshoppt hätten.

Facebooks Töchter-Plattformen werden allesamt zunehmend zu Shops. So gibt es bei Instagram für Händler bereits die Möglichkeit, Shop und Warenkatalog anzulegen, die direkt in der App erscheinen und beim Kauf weiterleiten. Man kann seine Kontodaten bei Facebook hinterlassen, um noch leichter einzukaufen. Instagram macht sogar Shoppingvorschläge in einem extra Reiter. Facebook arbeitet zudem daran, Produkte auf Bildern zu erkennen und sogleich Einkaufsoptionen anzuzeigen. WhatsApp bietet zusätzlich die schnelle Kommunikation. Funktionen für Unternehmen kosten inzwischen Gebühren.

Was sich hinsichtlich der Monetarisierung und der Inhalteersteller in den kommenden Wochen tun wird, hat Mosseri noch nicht erläutert. Erst kürzlich hieß es, Messages würden zunehmend verschwinden – im Sinne von "nach dem Lesen". Sicherheit und Datenschutz stünden im Vordergrund.

(emw)