Intel Core i-10000: B460-Chipsatz ohne USB 3.2 Gen 2

Manche Mainboards für Intels jüngste Core-i-Chips sind schlechter ausgestattet als ihre Vorgänger.

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Intel Platform Conroller Hub (PCH) B360

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Mittlerweile sind zahlreiche Mainboards mit der Fassung LGA1200 für Intels aktuelle Desktop-PC-Prozessoren der Generation Core i-10000 alias Comet Lake erhältlich. Mehr als die Hälfte der bislang im deutschen Online-Handel angebotenen LGA1200-Boards haben den teuersten Chipsatz Z490, auf Rang zwei folgen günstigere Boards mit B460. Doch die meisten davon bieten USB-Anschlüsse, die höchstens die seit zwölf Jahren mögliche USB-3.0-Transferrate von 5 GBit/s erreichen, heutzutage USB 3.2 Gen 1 genannt.

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Die wenigen B460-Boards mit USB 3.2 Gen 2 (10 GBit/s) beziehungsweise USB 3.2 Gen 2x2 haben zusätzliche USB-3.2-Controller-Chips etwa von ASMedia.

Während der Platform Controller Hub (PCH) Intel B360 noch Controller für USB 3.2 Gen 2 enthielt, fehlen solche beim Nachfolger B460. Möglicherweise ist der B460 anders als der Name vermuten lässt kein Nachfahre des B360, sondern des später nachgeschobenen B365. Darauf deutet auch hin, dass dem B460 der eingebaute WLAN-Controller für Intels "integrated Connectivity" (CNVi) fehlt.

Unter den B460-Boards gibt es auch nur wenige mit 2,5-GBit/s-Ethernet (NBase-T); wenn doch, haben sie eher den Realtek-Adapterchip RTL8125 als Intels I225-V.

Der B365 wird angeblich noch mit 22-Nanometer-Strukturen gefertigt – wohl deshalb, weil Intel mit den 14-Nanometer-Anlagen lieber Prozessoren fertigt als billigere Mainboard-Chipsätze. Durch die Verzögerungen bei der 10-Nanometer-Technik scheint es bei Intel nach wie vor Engpässe bei 14-Nanometer-Produkten zu geben.

(ciw)