Intel Unison: iPhones und Android-Handys mit dem PC steuern

Messenger nutzen, Fotos bearbeiten und Anrufe entgegennehmen, ohne das Smartphone bedienen zu müssen: Intels Unison verbindet Handy und Notebook miteinander.

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(Bild: Intel)

Von
  • Mark Mantel

Intels Übernahme des israelischen Softwareherstellers Screenovate trägt Früchte: Noch bis zum Jahresende will der US-Chiphersteller die Software Unison veröffentlichen, die auf dem von Screenovate entwickelten System beruht. Damit lassen sich iPhones oder Android-Handys mit einem kompatiblen Windows-Notebook über WLAN und Bluetooth verbinden, um das Smartphone vom PC aus mit Maus und Tastatur steuern zu können.

Alle Benachrichtigungen, etwa von Chats, werden mit Unison auf dem PC angezeigt. Auch kann man Smartphone-Apps vom PC aus bedienen, etwa zur Nachbearbeitung und Synchronisation von Bildern, die mit dem Smartphone geknipst wurden. Laut Intel soll das etwa im Arbeitsalltag weniger ablenken, da man so seltener – beziehungsweise im Bestfall gar nicht mehr – das Smartphone in die Hand nehmen muss.

Das Smartphone-Display wird bei Unison nicht bloß gespiegelt; die Fenstergröße lässt sich beliebig verstellen.

(Bild: Intel)

Im Gespräch mit heise online betonte Intels Josh Newman, dass das verantwortliche Entwicklungsteam Wert auf eine möglichst effiziente Integration von Unison gelegt habe. Aspekte wie Akkulaufzeit und Lüfterlärm soll die Software nicht spürbar beeinträchtigen.

Wer ein Dell-Notebook nutzt, kennt das Prinzip eventuell schon. Dell Mobile Connect beziehungsweise Alienware Mobile Connect nutzten ebenfalls Screenovate-Technik und stellten eine ähnliche Funktionalität bereit. Nach Intels Übernahme kündigte Dell allerdings die Einstellung der App an.

Unison startet derweil noch mit Einschränkungen: In den nächsten Monaten schaltet Intel Unison nur für ausgewählte, Evo-zertifizierte Notebooks mit Alder-Lake-CPU (Core i-12000) von Acer, HP und Lenovo frei. Dell gehört nicht zu den ersten Partnern. Eine sogenannte Verdongelung realisieren die Hersteller womöglich über kryptografische Schlüssel – Intel spricht jedenfalls von einer BIOS-Komponente.

Ab Anfang 2023 soll Unison auf ausgewählten Evo-Notebooks mit Raptor-Lake-CPU (Core i-13000) ab Werk vorinstalliert sein. Für Desktop-PCs ist nach aktuellem Stand keine App geplant.

(mma)