SSD 670p: Intels Einsteigerklasse wird deutlich schneller

Die SSD 670p nutzt neueren NAND-Flash-Speicher und einen flotteren Controller. Dadurch steigen Leistung und Zuverlässigkeit.

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(Bild: Intel)

Von
  • Mark Mantel

Intel löst die Einsteiger-SSD 665p mit der 670p-Serie ab. Sie besteht aus drei Modellen mit Kapazitäten von 512 GByte, 1 TByte sowie 2 TByte und kommt mit neuen Komponenten daher: Die selbstentwickelten NAND-Flash-Bausteine nutzen jetzt 144 statt 96 Speicherlagen, der Silicon-Motion-Controller SM2265G acht statt vier Speicherkanäle (SSD 665p: Silicon Motion SM2263EN).

Die Anbindung erfolgt als M.2-Kärtchen über vier PCI-Express-3.0-Lanes. Ein 256 MByte kleiner SDRAM-Cache verbessert die Leistung. Zum Einsatz kommen QLC-Chips, die vier Bit pro Zelle schreiben (Quadruple Level Cells).

Die neue Kombination aus Controller und Speicherbausteinen sorgt laut Intel für Leistungssteigerungen an allen Fronten verglichen mit der 665p-Serie. Das Modell mit 1 TByte liest mit bis zu 3,5 statt 2,0 GByte/s, die Schreibrate steigt von knapp 2,0 auf bis zu 2,5 GByte/s. Bei Zufallszugriffen schafft die SSD 670p (1 TByte) 220.000 IOPS lesend und 330.000 IOPS schreibend – die Vorgängerin war mit 160.000 beziehungsweise 250.000 IOPS spezifiziert.

Das 2-TByte-Modell der SSD 670p ist noch etwas schneller, insbesondere die Lesezugriffe steigen auf 310.000 IOPS. Die Version mit 512 GByte hinkt dagegen hinterher und schafft lesend nur 110.000 IOPS, zudem schreibt sie mit maximal 1,6 GByte/s.

QLC-Speicher hat prinzipbedingt eine niedrige Schreibleistung als TLC-Flash (Triple Level Cells, drei Bit pro Zelle), die Hersteller durch einen dynamischen Pseudo-SLC-Cache kaschieren. Letzteren beschreibt die SSD mit einem statt vier Bit pro Zelle (Single Level Cells). Laut Tom's Hardware vergrößert Intel bei der SSD 670p diesen Pseudo-SLC-Cache von 75 auf 85 Prozent der Gesamtkapazität, sofern verfügbar. Bei den letzten 15 Prozent arbeiten stets 8 GByte im SLC-Modus. Ist der Cache vollgeschrieben, sinkt die Schreibleistung auf weniger als 500 MByte/s – das Leistungsniveau einer SATA-6G-SSD.

Damit ist die 670p-Serie wie auch schon die Vorgängerinnen für Nutzer gedacht, die selten große Datenmengen kopieren. Das spiegelt sich auch in der garantierten Schreibleistung wider: Je nach Modell verspricht Intel eine Ausdauer von 185 bis 740 geschriebenen Terabyte (Total Bytes Written, TBW). Das ist ein niedriges Niveau, aber immerhin eine 23-prozentige Steigerung verglichen mit der SSD 665p.

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Die Preisempfehlungen sind mit etwa 90 US-Dollar für 512 GByte, 155 US-Dollar für 1 TByte und 330 US-Dollar für 2 TByte hoch angesetzt. Beim aktuellen Währungskurs lassen sich die Preise unter Berücksichtigung der Mehrwertsteuer (in US-Preisen nicht enthalten) eins zu eins umrechnen.

Für 120 Euro bekommt man bereits Samsungs SSD 970 Evo Plus oder Western Digitals WD Black SN750 mit 1 TByte. Beide Modelle sind deutlich schneller als Intels SSD 670p. Die 665p-Vorgängerinnen unterboten bereits die Preisempfehlungen im Handel.

(mma)