Inzahlungnahme alter Apple-Hardware: US-Nutzer klagen über schlechte Erfahrungen

Beim iPhone-Verkauf bewirbt Apple das Trade-In-Programm prominent, abgewickelt wird es von Dritten. Unter Nutzern häufen sich Beschwerden.

Lesezeit: 1 Min.
In Pocket speichern
vorlesen Druckansicht Kommentare lesen 48 Beiträge

(Bild: marianstock/Shutterstock.com)

Von
  • Leo Becker

In den USA wird Kritik an Apples Trade-In-Programm lauter: Nach dem Einsenden alter iPhones, iPad und Macs werde der dafür angesetzte Preis oft unter Verweis auf angebliche Defekte nach unten korrigiert, wie The Verge unter Verweis auf Kunden berichtet. Vielen Nutzern sei zudem gar nicht klar, dass Apples Inzahlungnahme von Drittfirmen abgewickelt wird. Besonders zu dem Trade-In-Ablauf bei der Firma Phobio gebe es Beschwerden.

In mehreren Fällen sei nach dem Einsenden der Preis für die älteren Macs oder iPhones rund halbiert worden – unter Verweis auf "drei oder mehr weiße Flecken" auf dem Display, schreibt The Verge. Ein Beleg für den angeblichen Defekt sei von Phobio nicht präsentiert worden. Die Besitzer beteuern, nie ein derartiges Problem am Bildschirm gesehen zu haben. Nutzern bleibt dann die Wahl, den reduzierten Preis zu akzeptieren oder sich das Gerät zurückschicken zu lassen.

Die Inzahlungsnahme ist bei Apple inzwischen prominent in den eigenen Online-Laden integriert. Statt des Verkaufspreises des iPhones wird teils ein deutlich reduzierter Preis gezeigt, der bereits eine theoretische Inzahlungsnahme eines älteren Gerätes einkalkuliert: Das iPhone 12 Pro wird beispielsweise für "879 Euro mit Inzahlungnahme" vermarktet, kostet bei Apple eigentlich aber mindestens 1149 Euro.

Bei neuen iPhones zeigt Apple teils nur den viel niedrigeren Kaufpreis nach einer Inzahlungnahme.

Nutzer können gleich beim Kaufprozess angeben, ob Sie ihr altes Gerät eintauschen wollen. Ist man in der Apple-Store-App eingeloggt werden vorhandene Geräte automatisch zum Trade-In präsentiert und dafür ein Preisvorschlag unterbreitet.

Negative Erfahrungen zu Apples Trade-In-Programm in Deutschland liegen bislang nicht in auffälliger Zahl vor. Die von Apple angebotenen Ankaufpreise für ältere iPhones, iPads und Macs gelten allerdings als vergleichsweise gering: In einer Stichprobe von Mac & i lagen sie rund 50 bis 70 Prozent unter den von externen Ankaufplattformen angebotenen Preisen.

Lesen Sie auch

(lbe)