IoT und Edge: Security bleibt eine der größten Herausforderungen

Die Eclipse Foundation hat IoT-Entwickler befragt: Agrikultur ist der meistgenannte Einsatzzweck und Sicherheitsbedenken bestehen nach wie vor.

Lesezeit: 3 Min.
In Pocket speichern
vorlesen Druckansicht Kommentare lesen 3 Beiträge
Smartphone,With,Smart,Farming,And,Smart,Gardening,Apps,In,Front

(Bild: stockwerk-fotodesign/Shutterstock.com)

Von
  • Maika Möbus
Inhaltsverzeichnis

Bereits zum achten Mal hat die Eclipse Foundation den jährlichen "IoT & Edge Developer Survey" durchgeführt. In diesem Jahr gewähren 910 Entwicklerinnen und Entwickler sowie Entscheidungsträger Einblicke in die Welt der IoT- und Edge-Anwendungen – von der verwendeten IoT Middleware und Programmiersprachen bis hin zu den größten Herausforderungen.

Im Vergleich zur Vorjahresumfrage haben sich Sicherheitsbedenken (26 Prozent) im IoT- und Edge-Bereich nahezu verdoppelt. Sie zählen somit neben Konnektivität (47 Prozent) und Datenerhebung und -analyse (26 Prozent) zu den drei größten Herausforderungen.

Als führender Einsatzbereich für IIoT- und Edge-Computing-Technologien stellt sich in diesem Jahr mit 23 Prozent die Agrikultur heraus. Bereits im letzten Jahr befand sie sich mit 26 Prozent auf dem ersten Platz. Darauf folgen – in ebenfalls gleichbleibender Reihenfolge – Industrial Automation mit 22 Prozent und Automotive mit 20 Prozent.

Für Geräte mit eingeschränkten Ressourcen (Constrained Devices) sind unter den Befragten Java, C und C++ die Programmiersprachen der Wahl. Bei IoT-Gateways und Edge Nodes setzen sie am häufigsten auf Java, und als IIoT-Kommunikationsprotokoll kommt vorwiegend MQTT zum Einsatz. Alternative Kommunikationsprotokolle wie TCP/IP oder AMQP 0.9 zeigen eine Zunahme, wohingegen die Nutzung von HTTP/HTTPS und REST leicht abgenommen hat – mit zwei beziehungsweise einem Prozent weniger als im Vorjahr.

Auch zum noch jungen Bereich der IoT-Middleware hat die Eclipse Foundation Informationen eingeholt. Die befragten Personen verwenden hauptsächlich AWS IoT (32 Prozent), Microsoft Azure IoT (22 Prozent) und Google Cloud IoT Platform (17 Prozent). Allerdings schaltet Google im kommenden Jahr IoT Core ab, die Schnittstelle zwischen der Google Cloud Platform (GCP) und Endgeräten im Internet der Dinge. Das kann laut der Eclipse Foundation künftig zu einer erhöhten Diversifikation des Middleware-Marktes führen. Weitere Middleware-Optionen sind beispielsweise Bosch IoT Suite (11 Prozent), IBM Watson IoT Platform und Cumulocity (jeweils 10 Prozent).

Von der Eclipse IoT Working Group, der Eclipse Edge Native Working Group und der Eclipse Sparkplug Working Group gesponsert, führte die Eclipse Foundation im Zeitraum 1. April bis 15. Juni 2022 die Umfrage durch. Die weltweite Befragung umfasst die Antworten von 910 Entwicklerinnen und Entwicklern, Open-Source-Beitragenden, Softwarearchitekten und Entscheidungsträgern.

Neben einem Blogeintrag, der die wichtigsten Erkenntnisse zusammenfasst, stellt die Eclipse Foundation den Studienbericht gegen eine Angabe von Kontaktdaten zur Verfügung.

(mai)