James-Webb-Weltraumteleskop sicher in Französisch-Guayana angekommen

Zwei Monate vor dem geplanten Start ist das Weltraumteleskop James Webb am Startplatz eingetroffen. Es hat eine 16-tägige Reise hinter sich.

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Ankunft der MN Colibri in Pariacabo

(Bild: ESA/CNES/Arianespace)

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  • Martin Holland

Das Weltraumteleskop James Webb ist sicher in Französisch-Guayana angekommen und kann nun für den Start ins All vorbereitet werden. Das für den Transport genutzte Schiff MN Colibri hat den Hafen von Pariacabo erreicht und damit die nicht ungefährliche, über 9000 Kilometer lange Passage von Kalifornien durch den Panamakanal sicher beendet, berichtet die Europäische Weltraumagentur. Verpackt ist das etwa sechs Tonnen schwere Weltraumteleskop demnach in einem 30 Meter langen Container, der aufgrund von zusätzlichem Equipment insgesamt über 70 Tonnen wiegt. Mit schwerem Gerät wurde er nun vom Schiff geholt.

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Nach der Ankunft soll das Weltraumteleskop nun in einem riesigen Reinraum im Weltraumbahnhof Kourou ausgepackt und auf mögliche Beschädigungen hin untersucht werden. Dann wird es für den Start vorbereitet. Parallel dazu erfolgen die Arbeiten an der dafür genutzten Rakete des Typs Ariane 5, erklärt die ESA. Mehr als 100 Spezialisten seien damit nun beschäftigt. Insgesamt bleiben dafür nun etwas mehr als zwei Monate, als Starttermin wurde der 18. Dezember festgelegt. Dann wird es noch einmal etwa einen Monat brauchen, bis es seinen geplanten Einsatzort am sogenannten Lagrange-Punkt L2 erreicht. Ungefähr sechs Monate nach dem Start soll das Weltraumteleskop dann seine wissenschaftliche Arbeit aufnehmen.

Das James-Webb-Weltraumteleskop (JWST) ist der Nachfolger für das Weltraumteleskop Hubble und ein Gemeinschaftsprojekt der NASA, der europäischen Weltraumagentur ESA und der kanadischen CSA. Ursprünglich sollte es schon 2007 starten, aber es kam zu immensen Verzögerungen und Kostensteigerungen. Zwischenzeitlich hatte der US-Kongress einen Kostendeckel von etwa 9 Milliarden US-Dollar festgelegt, der wurde aber auch gerissen. Für die letzten Verzögerungen war dann die Corona-Pandemie verantwortlich, zuletzt konnte der Zeitplan aber größtenteils gehalten werden. Vor dem Transport zum Startplatz gab es unter anderem die Sorge, dass Piraten das Instrument entwenden könnten. Die Schiffsfahrt erfolgte deshalb unter ziemlicher Geheimhaltung.

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(mho)