Java-Webframework: Apache Wicket 9 baut vollständig auf Java 11 LTS

Das Major Release von Wicket setzt nicht nur Java 11 voraus, sondern verspricht auch standardmäßig mehr Sicherheit durch Support für Content Security Policy.

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Die Apache Software Foundation hat Version 9.0.0 des quelloffenen, komponentenorientierten Java-Webframeworks Wicket vorgelegt. Die wichtigste Neuerung des Major Release dürfte der vollständige Wechsel der Codebasis auf die Long-term-Support-Version Java 11 sein. Damit wird Version 11 der Programmiersprache auch zur neuen Mindestanforderung. Im Rahmen von OpenJDK Quality Outreach ist Apache Wicket aber bereits offiziell für den Einsatz mit OpenJDK 11 und 14 sowie der Early-Access-Version von OpenJDK 15 getestet – nähere Informationen dazu finden sich im OpenJDK-Wiki.

Web-Entwickler dürften beim Einsatz von Wicket 9.0 auch von erhöhter Sicherheit profitieren, wenn es darum geht, ihre Anwendungen vor bösartigen Skripten und unbefugtem Ausführen von Code zu schützen. Denn das Update des Java-Webframeworks unterstützt nun Content Security Policy (CSP), die standardmäßig aktiviert ist. Über eine API können Entwicklerinnen und Entwickler CSP zudem individuell anpassen.

Unter den weiteren Aktualisierungen finden sich das Upgrade auf JUnit 5, das der WicketTester nun intern verwendet. Wer weiterhin JUnit 4 nutzen muss beziehungsweise möchte, kann dies über die JUnit 5 Vintage Engine tun. Das Wicket-Team hat darüber hinaus CDI (Context and Dependency Injection) auf Version 2.0 aktualisiert und die Komponente ModalWindow als veraltetet (deprecated) gekennzeichnet – sie soll in künftigen Versionen von Wicket entfallen. An ihre Stelle tritt ab sofort die modernisierte Implementierung ModalDialog.

Nähere Informationen zu Apache Wicket 9 finden sich im Blogbeitrag der ASF zur Ankündigung des Major Release sowie auf der Website des Java-Webframework-Projekts.

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