JavaScript: Angulars öffentliche Roadmap dokumentiert Weiterentwicklung

Die Entwickler des JavaScript-Frameworks haben begonnen, den Stand der Feature-Entwicklung öffentlich zu dokumentieren, inklusive der aktuellen Priorisierung.

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(Bild: LanKS/Shutterstock.com)

Von
  • Silke Hahn

Das Entwicklerteam des auf TypeScript basierenden JavaScript-Frameworks Angular hat sich entschlossen, den Stand der Entwicklung als öffentlich einsehbare Roadmap zu dokumentieren. Die Angular-Community und alle Interessierten sollen so künftig nachvollziehen können, welche Features sich gerade in Arbeit befinden, welche Reparaturarbeiten bereits laufen und mit welcher Priorität die Entwickler diese Aufgaben jeweils erledigen.

Hintergrund ist die starke Nachfrage nach neuen Features und Wartung aus dem Inneren von Google (wo die Entwicklung von Angular ihren Anfang nahm) und aus der Open-Source-Community, wie aus einem Blogeintrag des Angular-Teams hervorgeht. Mit fortschreitender Entwicklung verschieben sich die Prioritäten der Aufgaben dynamisch: Laut Blogeintrag plant das Team, die Roadmap mindestens vierteljährlich auf den neuesten Stand zu bringen.

Jules Kremer, technische Managerin für den Bereich Webframeworks bei Google, hatte am 1. April 2020 in ihrer Keynote in der digitalen Ausgabe der Angular-Konferenz Hardwired über die Entwicklung des Angular-Teams und dessen interne Prozesse berichtet. Nun hat sie offenbar auch die Roadmap angeregt, um Entwicklung und Community einander näherzubringen und die Sichtbarkeit des Webframeworks Angular nach außen zu erhöhen. In dem Blogeintrag wirbt sie um Verständnis dafür, dass es zunächst nur Projekte mit hoher Priorität in die Roadmap schaffen. Die Liste solle weiterwachsen und werde sukzessive ergänzt um Wartungsaufgaben, Code-Refaktorierung und Aufgaben zu potenziellen Performance-Verbesserungen.

Die Roadmap ist nicht nach Release-Nummern gegliedert, sondern nach thematischem Zusammenhang: Sobald einzelne Features fertig sind, werden sie mit dem nächsten anstehenden Release ausgeliefert. Die Entwickler rund um Jules Kremer halten dabei am semantischen Versionieren fest: Entwicklungen, die Breaking Changes enthalten und nicht abwärtskompatibel sind, sollen nur in Major-Versionen herauskommen. Alle anderen Neuerungen kann das Team weiterhin auch mit Minor-Versionen ausliefern.

Weitere Details lassen sich dem Blogeintrag bei Angular entnehmen. Die neue Roadmap-Seite steht im Bereich Guidance bei Angular bereit. Zuletzt war von Angular ein kleineres Major-Release mit Versionsnummer 10 erschienen, das unter anderem TypeScript 3.9 unterstützt.

(sih)