JavaScript Framework Next.js: Schnelle API-Routen und flexible Bereitstellung

Inkrementelle statische On-Demand-Regeneration (ISR) ermöglicht es nun, den Inhalt einer Website direkt, auch ohne erneute Bereitstellung zu aktualisieren.

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(Bild: Trismegist san/Shutterstock.com)

Von
  • Frank-Michael Schlede

Von den Versionsnummern her ist es sicher kein großer Sprung von der erst vor wenigen Monaten vorgestellten Version 12.1 des React-Frameworks zur nun neuen Version 12.2. Nichtsdestotrotz hat das Entwicklerteam mit diesem aktuellen Release einige interessante Neuerungen und Verbesserungen vorgestellt. Die beinhalten unter anderem die stabile Version der Funktion Middleware, On-Demand ISR (Incremental Static Regeneration) und neue, teilweise noch experimentelle APIs.

Die Funktion Middleware stand erstmal in Next.js 12 im Betastatus bereit und ist nun im Release 12.2 als stabil gekennzeichnet. Sie soll es ermöglichen, Code nach dem Motto "Code over Configuration" auszuführen, bevor eine Anfrage abgeschlossen ist. Dadurch wird es dann möglich, als Antwort auf eine von einem Nutzer oder einer Nutzerin eingehende Anfrage die Reaktion zu modifizieren. Dazu können Entwickler und Entwicklerinnen beispielsweise ein Redirect nutzen oder einen Header hinzufügen. Das Next.js-Team der dahinterstehenden Firma Vercel weist zudem darauf hin, dass Middleware eine verbesserte API bekommen hat, die auf Feedback der Benutzer basiert.

Die Funktion Middleware von Next.js 12.2 ermöglicht es Entwicklerinnen und Entwicklern, Code auszuführen, bevor eine Anfrage abgeschlossen ist (Bild Vercel).

Eine weitere Funktion, die nun stabil in diesem Release zur Verfügung steht, wird von Vercel mit dem Akronym ISR bezeichnet. Das steht für On-Demand Incremental Static Regeneration – inkrementelle statische On-Demand-Regeneration.Sie erlaubt es, den Inhalt einer Website zu aktualisieren, ohne dass eine erneute Bereitstellung erforderlich ist.

So lässt sich eine Website sofort aktualisieren, wenn sich beispielsweise Daten in einem Headless CMS oder einer Handelsplattform verändern. Laut den Aussagen des Next.js-Teams in einem Blog-Beitrag, war dies war eine der am häufigsten von der Community geforderten Funktionen. Interessierte Entwicklerinnen und Entwickler finden detaillierte Informationen zu diesem Thema in der Dokumentation und können sich zudem ein Demo dazu anschauen.

Zu den von den Entwickler noch als experimentelle Erweiterungen bezeichneten Features gehört unter anderem die Unterstützung der Verwendung der sogenannten Edge Runtime für API-Routen. Das Entwicklerteam hinter Next.js bezeichnet die Edge Runtime als eine leichtere Laufzeitumgebung als Node.js. Sie soll schnellere Starts für niedrige Latenzzeiten bieten können. Darüber hinaus unterstützen Edge-API-Routen auch Streaming-Antworten vom Server.

Die Anbindung der Edge Runtime für das Server-Rendering gehört ebenfalls zu den experimentellen Neuerungen in der Version 12.2 von Next.js. Sie lässt sich mit dem aktuellen Release beim Einsatz von React 18 die Edge Runtime nutzen. Die Kombination ermöglicht ein Streaming-Server-Rendering für Seiten. Next.js verwendet weiterhin Node.js als Standard-Runtime für das serverseitige Rendern von Seiten.

(fms)