Jeff Bezos fliegt am 20. Juli ins All – mit eigener Rakete

Gleich beim ersten bemannten Flug von Blue Origin wird Firmengründer Jeff Bezos mitfliegen, samt Bruder Mark. Ein weiterer Sitz wird versteigert.

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Jeff Bezos, herzhaft lachend

Jeff Bezos hat gut zu lachen. Bald darf er für ein paar Minuten ins All.

(Bild: Daniel AJ Sokolov)

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  • Daniel AJ Sokolov

Für den 20. Juli plant Blue Origin seinen ersten bemannten Flug ins Weltall. Sechs Personen können dabei sein. Zwei dieser Sitze werden Jeff und Mark Bezos einnehmen. Das hat Jeff Bezos am Montag verraten. Er wurde als Gründer von Amazon.com einer der reichsten Menschen der Welt und hat auch Blue Origin ins Leben gerufen.

"Seit ich fünf Jahre alt war, habe ich davon geträumt, in den Weltraum zu fliegen", postete Jeff Bezos auf Instagram, "Am 20. Juli werde ich diese Reise mit meinem Bruder unternehmen. Das größte Abenteuer, mit meinem besten Freund." Mark Bezos zeigte sich überrascht, dass sein älterer Bruder gleich beim ersten bemannten Start mit dabei sein werde, und noch überraschter, selbst eingeladen worden zu sein.

Der Flug wird etwa elf Minuten dauern und soll die international anerkannte Grenze zum Weltall in 100 Kilometern Höhe überqueren (Kármán-Linie). Die Phase der Schwerelosigkeit soll mehrere Minuten währen. Sechs Astronauten werden in der Raumkapsel RSS First Step Crew Capsule sitzen, die von der Rakete New Shepard getragen wird. Am Ende soll die Kapsel mittels Fallschirm "sanft" in der texanischen Wüste landen. New Shepard hat bereits 15 unbemannte Flüge über die Kármán-Linie und zurück erfolgreich hintereinander absolviert.

Einen Sitz auf dem ersten bemannten Raumflug versteigert Blue Origin gerade. Bezos Ankündigung, selbst mitzufliegen, hat der Versteigerung neuen Aufwind verschafft. Das aktuelle Höchstgebot ist von 2,8 Millionen US-Dollar um ein Viertel auf 3,5 Millionen Dollar (Stand 3:30 Uhr MESZ) gestiegen. Online-Gebote sind noch bis Donnerstag möglich. Am Samstag folgt dann die abschließende Live-Versteigerung.

Der gesamte Betrag des schlussendlichen Höchstgebots wird dem von Blue Origin gestifteten Club for Future gespendet. Diese Organisation möchte junge Generationen für MINT-Karrieren (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften, Technik) begeistern. Die nächste Forschergeneration soll das zukünftige Leben im All entwerfen.

(ds)