JetBrains gibt Ausblick auf neue Java-15-Funktionen in IntelliJ IDEA 2020.3

Die EAP-Version des IDE-Updates erhält einen neuen Begrüßungsbildschirm mit mehr Konfigurationsoptionen für Projekte und das UI.

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Von
  • Matthias Parbel

Mit der ersten Vorabversion von IntelliJ IDEA 2020.3 im Rahmen des Early Access Program (EAP) gewährt Tool-Hersteller JetBrains Einblicke in neuen Funktionen der Entwicklungsumgebung, die mit dem seit Mitte September verfügbaren Java 15 Einzug halten – darunter insbesondere versiegelte Klassen sowie erweiterter Support für Records. Neu gestaltet wurde außerdem der Begrüßungsbildschirm nach der Installation der IDE, und Entwickler erhalten mehr Möglichkeiten zum Konfigurieren des UI sowie rund um Projekte.

Der beim Setup von IntelliJ IDEA bisher übliche Wizard entfällt, stattdessen erwartet Entwicklerinnen und Entwickler zur Begrüßung eine neue Ansicht, die direkten Zugriff auf Projekte gewährt und eine Reihe von Optionen zum Anpassen der IDE an individuelle Bedürfnisse. So lassen sich hier Einstellungen teilen, Actions importieren oder auch das Farbschema festlegen. Letzteres lässt sich nun auch dauerhaft mit den Voreinstellungen im Betriebssystem synchronisieren.

Für mehr Übersicht in komplexeren Projekten erhalten IntelliJ-IDEA-Anwender die Möglichkeit, im Editor mehrere Tabs gleichzeitig geöffnet zu halten. Das Hauptfenster lässt sich zudem horizontal oder vertikal teilen, und die Tabs können per Drag-and-Drop beliebig platziert werden. Darüber hinaus lässt sich das Renaming Refactoring einfacher konfigurieren. Die betreffenden Einstellung stehen im neuen Release als eingebundener Hinweis zur Verfügung, der sich mit der Tastenkombination Shift F6 und anschließend Tab aufrufen lässt.

Die EAP-Version der IDE bietet bereits in vollem Umfang Unterstützung für Sealed Classes. Diese sind in Java 15 zwar noch als Preview gekennzeichnet, sie eröffnen Entwicklern aber die Möglichkeit, festzulegen, welche anderen Klassen die Sealed-Varianten implementieren beziehungsweise erweitern dürfen. Darüber hinaus hat JetBrains den in IntelliJ IDEA 2020.2 eingeführten Support für Records erweitert, der den Umgang mit schwer zu lesenden Klassen erleichtern soll. Records umfassen dieselben Daten wie traditionelle Klassen, präsentieren diese jedoch offenbar in prägnanterer Form, und ohne deren Funktionalität zu beeinträchtigen. Mit dem Update der IDE lassen sich Records nun bei Bedarf zurück in Klassen verwandeln – beispielsweise falls Entwickler ein Downgrade ihres Codes planen.

Mehr Informationen zu weiteren Neuerungen wie dem überarbeiteten Menü für das Version Control System (VCS) oder der verbesserten Integration von Rechtschreib- und Grammatikprüfung finden sich im JetBrains-Blog zur Ankündigung der EAP-Version von IntelliJ IDEA 2020.3. Einen vollständigen Überblick aller in Arbeit befindlichen Punkte bieten die Release Notes.

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