Kabinett öffnet gehobenen Dienst beim BKA für IT-Experten

Das Bundeskriminalamt öffnet seinen gehobenen Dienst für Menschen mit technischem Studium. Die können nach Weiterbildung verbeamtete Cyberkriminalisten werden.

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(Bild: mahc/Shutterstock.com)

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  • Axel Kannenberg

Um mehr Spezialisten für die Bekämpfung von Cyberkriminalität zu gewinnen, wird der Zugang zum gehobenen Dienst beim Bundeskriminalamt (BKA) neu geregelt. Das hat das Kabinett am Mittwoch in Berlin beschlossen. Bisher war eine Laufbahn im gehobenen Kriminaldienst nur mit einem verwaltungsinternen Bachelorstudiengang möglich, wie das Innenministerium erläuterte.

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Künftig solle pro Jahr eine "höhere zweistellige Zahl von Cyberkriminalistinnen und -kriminalisten" eingestellt werden. Diese müssen "ein informationstechnisch, ingenieurwissenschaftlich oder naturwissenschaftlich geprägtes Studium" absolviert haben. Bewerber müssen dann ein dreitägiges Auswahlverfahren durchlaufen, bei dem laut der Ausschreibung IT-Fachkenntnisse geprüft werden, aber auch allgemeine Kompetenzen wie Rechtschreibung und logisches Denkvermögen. Ebenfalls sind etwa Gruppendiskussionen, ein Sporttest mit Disziplinen wie "(Sitz-)Klimmzügen" und "Ausdauerlauf" sowie eine ärztliche Untersuchung auf Polizeidiensttauglichkeit zu bewältigen.

Im Fall einer erfolgreichen Bewerbung sollen die Cyber-Polizisten zunächst als Tarifbeschäftigte beim Bundeskriminalamt eingestellt werden und an der Hochschule des Bundes für öffentliche Verwaltung eine 24-monatiges kriminalpolizeiliche Weiterbildung absolvieren. Dabei sollen sie zunächst Tarifstufe EG 10 TVöD erhalten, das Gehalt liegt bei rund 3300 Euro. Danach können sie als Beamte im gehobenen Kriminaldienst arbeiten. Die derart ausgebildeten Cyberkriminalisten werden dann nach Besoldungsgruppe A 10 der Bundesbesoldungsordnung vergütet.

Erste Änderungen an der Kriminalistenlaufbahn, die den Beruf für Menschen mit technischem Studium attraktiv machen sollen, hatte das Bundeskabinett bereits vergangenen Oktober auf den Weg gebracht. Ein erster Testlauf sei auch auf reges Bewerberinteresse gestoßen, was zur "institutionalisierten Weiterführung" ermutige, erläuterte das Bundesinnenministerium.

(axk)