Kaby Lake-G: Intel-CPUs mit Radeon-GPU erhalten keine weiteren Treiber-Updates

Intel will mit AMD an einer Lösung arbeiten – bis dahin müssen Nutzer trotz fünfjährigem Update-Versprechen auf alte Grafiktreiber zurückgreifen.

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(Bild: Intel)

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Nutzer von Intels Mini-PC NUC 8 Extreme alias „Hades Canyon“ oder eines Notebooks mit „Kaby Lake-G“-Kombiprozessor bekommen bis auf Weiteres keine neuen Grafiktreiber. Weder Intel noch Zulieferer AMD stellen zurzeit Updates bereit, sodass sich lediglich ältere Versionen installieren lassen. Modelle wie der Core i7-8709G kombinieren einen Vierkern-Prozessor von Intel mit einem Radeon-Grafikchip samt HBM2-RAM von AMD – die wahrscheinlich außergewöhnlichste Hardware-Kollaboration der letzten Jahre.

Zum Marktstart Anfang 2018 bot Intel angepasste Radeon-Treiber für die Kombiprozessoren an, stellte die Versorgung mit frischen Versionen jedoch ein Jahr später ein. Im März 2020 verwies Intel schließlich auf AMD: Nutzer konnten die Standard-Treiber wie die Radeon Software Adrenalin 2020 20.3.1 installieren, um Leistungsverbesserungen in 3D-Spielen und neue Funktionen zu erhalten.

Jüngere Versionen wie 20.5.1 lassen sich jetzt nicht mehr auf einem PC mit „Kaby Lake-G“-Kombiprozessor installieren, ohne die GPU-Erkennung zu umgehen. Ein Pop-up spuckt die Fehlermeldung Error 182 aus: „Der Radeon-Software-Installer hat AMD-Grafik-Hardware in Ihrer Systemkonfiguration erkannt, die von dieser Software-Installation nicht unterstützt wird.“

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In einer Stellungnahme gegenüber Tom’s Hardware schrieb Intel: „Wir arbeiten daran, die Unterstützung für Radeon-Grafiktreiber für Intels Mini-PCs NUC 8 Extreme zurückzubringen“. Da es sich um ein Intel-Produkt handelt, steht der Chiphersteller in der Verantwortung. Bei der Vorstellung Anfang 2018 versprach Intel regelmäßige Treiber-Updates bis mindestens 2023.

(mma)