Kaufprämie für Elektroautos erreicht neuen Rekord

Allein im vergangenen Jahr flossen 3,1 Milliarden Euro an die zulassenden Firmen und Privatpersonen.

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E-Auto

Symbol für einen Ladeplatz in Paris.

(Bild: heise online / anw)

Von
  • Andreas Wilkens
  • mit Material der dpa

Voriges Jahr gingen beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (Bafa) Förderanträge für 625.260 Fahrzeuge ein, wie die Behörde am Donnerstag auf Anfrage in Eschborn bei Frankfurt berichtete. Das waren deutlich mehr als doppelt so viele wie im bisherigen Rekordjahr 2020, in dem gut 255.000 Autos für die Prämie angemeldet wurden.

Ausgezahlt wurde 2021 die Rekordsumme von 3,1 Milliarden Euro, im Vergleich zum Jahr davor fast das Fünffache. Bereits am 15. Dezember ging der Antrag für das einmillionste Elektro-Fahrzeug seit Beginn der Förderung im Jahr 2016 ein. Eine Privatperson aus Baden-Württemberg hatte sich ein Batterieauto eines deutschen Herstellers zugelegt, wie die Bafa berichtete.

Die rein batterieelektrisch betriebenen Fahrzeuge (BEV) stellten im Jahr 2021 mit knapp 335.000 Fahrzeugen den größeren Anteil vor 291.000 Plug-in-Hybriden und 48 Autos mit Brennstoffzelle. Insgesamt neu zugelassen wurden an BEV laut Kraftfart-Bundesamt im vergangenen Jahr 355.691 Pkw, 325.449 waren Plug-in-Hybride.

Mitte 2020 war die bis dahin gültige Kaufprämie, auch Umweltbonus genannt, über eine Innovationsprämie erhöht worden. Der Bund verdoppelte dazu seine Förderung beim Kauf solcher Fahrzeuge, was zu einer sprunghaft gestiegenen Nachfrage führte.

Für ein rein elektrisch betriebenes Elektrofahrzeug wird Förderung bis zu 9000 Euro fällig. Für Plug-in-Hybride gibt es bis zu 6750 Euro. Dabei sind Preisobergrenzen zu beachten.

Die neue Bundesregierung will die Elektro-Förderung reformieren und stärker an den tatsächlichen Klimaschutzeffekt koppeln. Einstweilen wurde aber die bisherige Förderung bis zum Ende des laufenden Jahres verlängert, wobei die elektrische Mindestreichweite für die Plug-in-Hybride um 20 auf 60 Kilometer erhöht wurde.

Die wichtigsten E-Autos (54 Bilder)

Audi Q4 e-tron

(Daten, Stand: 14.09.21)


Spitzenleistung 125 - 220 kW

Dauerleistung 70 bzw. 77 kW

Batteriekapazität brutto/netto 55/51,5 kWh (Q4 e-tron 35) bzw. 82/76,6 kWh

max. Ladeleistung Wechselstrom 7,2 kW (e-tron 35) bzw. 11 kW

max. Ladeleistung Gleichstrom  110 kW (Q4 e-tron 35) bzw. 125 kW


Reichweite (WLTP)  306 km (e-tron 35 min.) bis 521 km (e-tron 40 max.)


Stromverbrauch (WLTP kombiniert) 17,0 (e-tron 35 min.) bis 21,3 kWh/100 km (e-tron 45 u. 50 quattro max.)


Höchstgeschwindigkeit: 160 (Modelle mit Hinterradantrieb) bzw. 180 km/h (quattro-Modelle)


Kofferraumvolumen: 520 - 1490 Liter


Grundpreise (brutto, Stand: 29.07.21): 41.900 bis 53.600 Euro
(Bild: Audi )

Der Verband der Internationalen Kraftfahrzeughersteller (VDIK) meint, zur Neuregelung der Kaufprämie im Jahr 2023 sollte die Kaufprämie nicht wie im Koalitionsvertrag vorgesehen degressiv weiterentwickelt werden. "Wir warnen ausdrücklich vor einem zu starken Abschmelzen des Umweltbonus in den kommenden Jahren", sagte VDIK-Präsident Reinhard Zirpel. Die Bundesregierung solle stattdessen eine Verlängerung des Umweltbonus auch über 2025 hinaus erwägen. "Schließlich hat sich die Ampel-Regierung mit 15 Millionen Elektroautos bis 2030 ein sehr ambitioniertes Ziel gesetzt", betonte Zirpel.

(anw)