Keine Mails von Stadtverwaltungen: Zu viel Spam bei GMX und Web.de

Wegen erhöhten Spam-Aufkommens, lassen GMX und Web.de aktuell Mails von den Stadtverwaltungen Bremen und Mülheim an der Ruhr nicht durch.

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(Bild: Pavel Ignatov/Shutterstock.com)

Von
  • Eva-Maria Weiß

Impftermine, die aktuelle Situation der Schulen, Termine beim Bürgeramt und vieles mehr wird von Stadtverwaltungen derzeit per Mail kommuniziert. Nun haben die Stadtverwaltung Mülheim an der Ruhr und Bremen festgestellt, dass ihre Nachrichten an alle Menschen mit Konten bei GMX und Web.de nicht rausgehen. Mülheim spricht von etwa 860 Mails, die feststecken.

"Die Sicherheitssysteme von Web.de und GMX registrieren seit gestern ein erhöhtes Spam-Aufkommen", erklärt ein 1&1-Sprecher auf Nachfrage von heise online. In solchen Fällen greifen automatische Sperren, die Nutzerinnen und Nutzer schützen sollen. Eingehende Mails von unbekannten Absender-IP-Adressen würden abgelehnt, die Einlieferung in die Systeme verhindert, bis eine genaue Prüfung erfolgt sei. "Diese automatisierten Sperren können auch Absender betreffen, die in großen Mengen reguläre E-Mails einliefern möchten."

1&1 verweist auch darauf, dass Systemadministratoren und Newsletter-Anbieter sich an die jeweiligen Postmaster der E-Mail-Dienste wenden können, dort gäbe es Kontaktformulare und die Möglichkeit, das E-Mail-Security-Team zu erreichen. Mit den Stadtverwaltungen Mülheim an der Ruhr und Bremen stehe man bereits in Kontakt.

Für die Betroffenen ist es freilich dennoch sehr ärgerlich, wenn Informationen zum Corona-Virus und Impfungen, wichtige Termine und Schul-Szenarien nicht die richtigen Empfänger erreichen. Bei Instagram schreibt die Stadt Mülheim an der Ruhr: "Bei den Terminvereinbarungen im Bürgeramt sind bereits 46 Buchungen verfallen, da die Bestätigungs-Links nicht rechtzeitig angeklickt werden konnten." Das System kann diese Termine nicht weiter verarbeiten. Bekommen Nutzer also eine Mail mit dem Termin und bestätigen diesen nicht, können sie den Termin auch nicht wahrnehmen. Die Stadt will bei verstrichenen Fristen und Problemen im Zusammenhang mit den blockierten Mails kulante Lösungen suchen.

[Update 12.03.2021 15.30 Uhr] Bei heise online haben sich weitere Stadt- und Kreisverwaltungen sowie Hochschulen gemeldet, die ebenfalls von den Problemen berichten.

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(emw)