KenFM: Youtube sperrt Ken Jebsens Kanal endgültig

Der Aktivist hat laut Youtube erneut gegen dessen Covid-19-Richtlinien verstoßen. Deshalb dreht der Videodienst ihm nun den Hahn endgültig zu.

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Jebsen auf einer Demonstration im Jahr 2014.

(Bild: dpa)

Von
  • Andreas Wilkens

Youtube hat den Kanal "KenFM" des Aktivsten Ken Jebsen endgültig gesperrt. "Videos auf dem Kanal KenFM haben gegen unsere Covid-19-Richtlinien verstoßen", teilte ein Youtube-Sprecher mit. Zum dritten Mal seien Community-Richtlinien missachtet worden. Nach Youtubes Regeln werde ein Kanal dauerhaft gelöscht, wenn innerhalb von 90 Tagen dreimal gegen diese Richtlinien verstoßen wird.

Googles Videotochter hatte im Mai 2020 dafür gesorgt, dass Jebsen kein Geld via Youtube durch Werbeeinblendungen verdienen kann. Schon im November war der Zugang zu Jebsens Videos zeitweise gesperrt.

Zum Thema Covid-19-Falschinformationen schreibt Youtube: "Wir werden weiterhin zügig alle uns gemeldeten Videos entfernen, die gegen die Richtlinien von YouTube verstoßen. Das gilt auch für Videos, die Menschen davon abhalten, sich medizinisch behandeln zu lassen, oder in denen schädliche Substanzen als gesundheitsfördernd angepriesen werden." Die Möglichkeit, verlässliche Informationen zu finden, sei besonders dann wichtig, wenn sich neue Entwicklungen anbahnen.

In der neurechten Szene ist der 2011 vom RBB entlassene Journalist Jebsen eine prominente Figur. In seinen Videos behauptet er unter anderem, Bill Gates denke darüber nach, Menschen durch Impfungen gezielt zu sterilisieren. Faktenchecker haben viele von den Aussagen in Jebsens Beiträgen bereits komplett oder teilweise widerlegt. Gates selbst klärt in einem Podcast über das Coronavirus auf.

Jebsen verbreitete auch zu den Anschlägen von 11. September 2001 in den USA eine Verschwörungstheorie. In seiner ehemaligen RBB-Sendung "KenFM" behauptete er, die Terroranschläge am 11. September 2001 seien von den Amerikanern selbst inszeniert worden.

Youtube hatte im vergangenen Jahr bereits mehrere rechtsextreme Kanäle gesperrt, darunter auch drei Kanäle der Identitären Bewegung. Blockiert wurde dabei auch der Kanal des österreichischen Aktivisten Martin Sellner. (anw)