Kfz bald "hauptsächlich" nach Verbrauch besteuert

Ab 2021 soll sich die Kfz-Steuer stärker am CO₂-Ausstoß orientieren, über 95 g/km soll sie stufenweise steigen. Konkreter wurde der Plan noch nicht.

Lesezeit: 1 Min.
In Pocket speichern
vorlesen Druckansicht Kommentare lesen 1009 Beiträge

Nachdem das Schadstoffproblem als gelöst gilt nimmt man nun den Klimaschutz ins Visier.

(Bild: Florian Pillau)

Von
  • Florian Pillau
  • mit Material der dpa

Die schwarz-rote Koalition will für neue Autos mit hohem Spritverbrauch eine höhere Kfz-Steuer ansetzen und so den Umstieg auf weniger klimaschädliche Pkw fördern. Ab 2021 solle die Bemessungsgrundlage für die Kfz-Steuer bei Neuzulassungen „hauptsächlich” der CO₂-Ausstoß sein, heißt es in dem Kompromiss zu den Konjunkturhilfen in der Krise durch die Covid-19-Pandemie, auf den sich Union und SPD einigten. Oberhalb der Marke von 95 Gramm CO₂ pro Kilometer solle die Steuer stufenweise angehoben werden.

Auch im Klimapaket hatte die Koalition schon beschlossen, die Kfz-Steuer ab 2021 stärker am Klimaschutz auszurichten. Einen konkreten Plan von Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD) gibt es dafür aber noch nicht. 2021 soll das dem Staat Mehreinnahmen von 70 Millionen Euro bringen. Die bereits bestehende zehnjährige Befreiung von der Kfz-Steuer für batterieelektrische Autos soll dem Kompromiss zufolge bis Ende 2030 verlängert werden.

Vor rund einem Monat hatte Umweltministerin Svenja Schulze ins Gespräch gebracht, Fahrzeuge mit hohem Spritverbrauch teurer und Elektroautos günstiger zu machen. Das Gleiche hatte der ADAC Anfang Januar 2020 vorgeschlagen. Auch die Hersteller werden verstärkt in die Pflicht genommen, sie müssen ab 2020 erstmals Strafen zahlen, wenn sie den CO₂-Flottengrenzwert von 95 Gramm pro Kilometer nicht einhalten.

(fpi)