CES

Kino zum Mitnehmen: TCL kündigt Wearable Display an

Kinobrille und Tablet mit augenschonendem IPS-Panel: Displayspezialist TCL zeigt im Rahmen der CES neue Produkte auch für den deutschen Markt.

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(Bild: TCL)

Von
  • Robin Brand

Wer sich in jüngerer Vergangenheit auf Messeständen des chinesischen Elektronikkonzerns TCL umgeschaut hat, konnte fast immer irgendwo auch eine Displaybrille entdecken. Im Rahmen der ausschließlich digital stattfindenden CES hat der Konzern nun den Marktstart des Wearable Displays für dieses Jahr angekündigt. Auch Tabletfans will der Konzern Angebote machen.

Beim Wearable Display handelt es sich um keine smarte Brille, sondern eher um ein Kinoerlebnis zum Mitnehmen. Auf die Innenseite der Brille hat TCL zwei Mini-OLED-Displays verpflanzt, die jeweils Full-HD darstellen. Laut TCL entspricht das dem Seherlebnis, das man hat, wenn man einen Film auf einem 140-Zoll-Bildschirm in vier Metern Abstand schaut. Die Pixeldichte gibt TCL mit 49 Pixeln pro Grad an (PPD).

(Bild: TCL)

Die Brille selbst beherbergt nur die beiden Displays und ist zum Abspielen von Medien – auch Spiele lassen sich darauf darstellen – auf einen externen Zuspieler angewiesen. Das kann ein Laptop sein aber auch ein Smartphone, das über USB-C Displaysignale ausgibt. Die Übertragung funktioniert laut Stefan Streit, General Manager of Global Marketing bei TCL, ausschließlich kabelgebunden. Zu Preisen und Verfügbarkeit machte er auf Nachfrage keine konkreten Angaben. Marktstart soll allerdings "in einem Bundle" noch in diesem Jahr sein. Bereits 2017 hatte das US-Startup Avegant auf der CES seine Videobrille Glyph gezeigt. Auch Royole verfolgte mit der Moon das Konzept mobiles Kino.

Die Vorteile von IPS- und E-Ink-Displays soll das ebenfalls vorgestellte Nxtpaper-Tablet verbinden. Im Unterschied zu herkömmlichen LCD-Displays verzichtet TCL beim 8 Zoll großen Nxtpaper auf die Hintergrundbeleuchtung. Stattdessen soll eine spezielle Schicht unter der Pixelebene das Umgebungslicht reflektieren und so eine Darstellung fast wie gedruckt ermöglichen. An dem für E-Inks typischen langsamen Bildaufbau krankt das Display nicht, sodass sich auch Filme darauf abspielen lassen sollen. Laut TCL soll das Display bis zu 25 Prozent kontraststärker als E-Inks sein und 65 Prozent weniger Strom verbrauchen als herkömmliche LCD-Displays. Anders als diese ist das Nxtpaper-Display allerdings auf Umgebungslicht angewiesen. Laut TCL versteht sich das Display auch auf Stifteingabe.

TCL stattet das Tablet mit einem 5500-mAh-Akku aus, der 24 Stunden Dauernutzung ermöglichen soll. Das Android-10-Tablet kommt mit einem MediaTek MT8768E, der sonst eher in Einstiegsgeräten zu finden ist. Der 64 GByte fassende Speicher lässt sich erweitern. Der Marktstart ist für April angekündigt, TCL ruft für das Gerät 350 Euro auf.

(rbr)