Klarer Ton für Microsoft Teams: Satin-KI gegen Kompressionsverluste

Künftig sollen Meetings mit Teams und Skype eine bessere Audioqualität bieten. Verantwortlich ist hierfür Projekt Satin.

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(Bild: Vladimir Sukhachev/Shutterstock.com)

Von
  • Moritz Förster

Als Satin bezeichnet Microsoft sein neues Projekt für Teams und Skype, das die Audioqualität deutlich verbessern soll. Bislang kam die Software ausschließlich bei Gesprächen mit zwei Teilnehmern zum Einsatz, nun soll sie ebenfalls in Gruppenanrufen den Ton optimieren.

Es handelt sich um ein Verfahren zur verlustbehafteten Audiodatenkompression, das auch mit hohen Paketverlusten gut funktionieren soll, wie sie zum Beispiel bei 3G- und 4G-Verbindungen vorkommen. Bei gesprochener Sprache genügt Satin eine Bitrate von 6 kbit/s, um Audiosignale mit Frequenzen von bis zu 16 kHz zu übertragen. Die maximale Bitrate für Sprache beträgt 36 kbit/s.

Bislang kamen bei Teams und Skype das Datenformat Opus beziehungsweise Silk zum Einsatz, das für dieselbe Tonqualität eine Bitrate von wenigstens 14 kbit/s voraussetzt. Satin erkauft sich seinen Vorteil mit spezifischen Audioverlusten: Die Software überträgt bloß bestimmte Parameter in tiefen Frequenzbereichen, die sie auf der anderen Seite verwendet, um Parameter im hohen Frequenzbereich zu rekonstruieren.

Technische Details und Hörproben finden Leser in der Ankündigung Microsofts. Künftig soll sich Satin ebenfalls für Musik verwenden lassen, bei einer maximalen Samplingrate von 48 kHz. Andere Eigenschaften wie die Latenz kann die Software hingegen nicht verbessern. Außerdem ist ihr Einsatz zunächst ausschließlich auf reine VoIP-Gespräche beschränkt, Anrufe ins reguläre Telefonnetz funktionieren mit ihr nicht.

(fo)