Kombiprozessoren und Grafikkarten: Intel läuft AMD und Nvidia den Rang ab

Dank vieler Prozessorverkäufe mit integrierter GPU stieg Intels Marktanteil Ende 2020 auf 69 Prozent. AMD und Nvidia lieferten derweil weniger Grafikkarten aus.

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(Bild: c't)

Von
  • Mark Mantel

Die derzeit hohe Nachfrage nach Desktop-PCs und Notebooks spiegelt sich in den Verkäufen von Prozessoren mit integrierter Grafikeinheit, bei Mobilgrafikchips und Desktop-Grafikkarten wider. Laut Marktbeobachter Jon Peddie Research (JPR) wuchs der Markt vom Oktober bis Dezember 2020 im Jahresvergleich um 12,4 Prozent – gegenüber dem dritten Quartal 2020 sogar um 20,5 Prozent.

Der Gewinner heißt Intel laut JPR, denn die Firma konnte innerhalb von drei Monaten ein Drittel mehr Kombiprozessoren ausliefern und so ihren Marktanteil von 62 auf 69 Prozent ausbauen. Intel hat derzeit höhere Produktionskapazitäten als AMD und liefert insbesondere Billig-Prozessoren in größeren Stückzahlen. Günstige Athlon-Modelle oder Ryzen-Kombiprozessoren bis 100 Euro etwa sind seit Monaten kaum bis gar nicht erhältlich, da AMD den Fokus auf die Mittel- und Oberklassemärkte mit höheren Margen setzt.

Diese höherpreisigen Ryzen-Kombiprozessoren verhinderten, dass AMDs Marktanteil noch stärker sank – er lag im vierten Quartal 2020 bei 15 Prozent, 4 Prozentpunkte weniger als im dritten Quartal. Dabei hat das Unternehmen über alle Segmente verteilt 6,4 Prozent mehr Produkte mit GPU verkauft. Bergab ging es bei Desktop-Grafikkarten und Notebook-Grafikchips.

Das zeigt ein Vergleich eigenständiger GPUs: Obwohl Nvidias GeForce-Verkäufe im Quartalsvergleich um 7,3 Prozent zurückgingen, stieg der Marktanteil von 80 auf 82 Prozent. AMD hat in Relation also noch weniger Radeon-Modelle verkauft.

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Das liegt zum einen am Komponentenmangel, denn AMD, Nvidia und Partnerhersteller soll es unter anderem an Power-Management-Schaltungen (PMICs) und Chipträgern mangeln, die für alle Grafikkarten benötigt werden. Zum anderen dürften sich Verkäufe an Krypto-Miner, die beispielsweise Ethereum schürfen, in Asien teils schlecht nachverfolgen lassen.

(mma)