Konflikt mit Apple: "Twitter Phone" als Lösung für Musk?

Der neue Twitter-Chef befindet sich in einem scharfen Konflikt mit Apple. Könnte ein eigenes Smartphone die Lösung sein?

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Twitter-Logo auf einem Smartphone, dahinter Elon Musk

Twitter-Logo auf einem Smartphone, dahinter Elon Musk.

(Bild: Rokas Tenys/Shutterstock.com)

Von
  • Ben Schwan

Der neue Twitter-Besitzer Elon Musk erwägt offenbar, ein eigenes Smartphone herauszubringen, sollte sich der aktuelle Konflikt mit Apple um die Moderation bei dem Kurznachrichtendienst verschärfen. Der reichste Mann der Welt machte eine entsprechende Andeutung bereits in der vergangenen Woche auf Twitter.

Auf die Anmerkung der konservativen Podcasterin Liz Wheeler, für einen Mann wie Musk, "der Raketen zum Mars" baue, sei ein "kleines Smartphone" doch "sehr einfach", äußerte sich der Twitter-Besitzer positiv: "Ich hoffe natürlich, dass es nicht so weit kommt, aber ja, wenn es keine andere Möglichkeit gibt, werde ich ein alternatives Telefon bauen." Tage später behauptete Musk selbst, dass Apple ihm gedroht habe, Twitter aus dem App Store zu nehmen.

Apple soll – wie diverse andere Konzerne – fast die komplette Werbung von Twitter zurückgezogen haben. Aktuellen Medienberichten zufolge soll der iPhone-Konzern der größte einzelne Einkäufer von Reklame bei Twitter gewesen sein – mit bis zu vier Prozent des Gesamtumsatzes im ersten Quartal 2022, eine Summe von rund 50 Millionen US-Dollar. Dem Analyseunternehmen Pathmatics zufolge soll Apple nach dem Einstieg von Musk bei Twitter seine Reklamekäufe pro Woche gut halbiert haben, die Summe dürfte aber mittlerweile noch deutlich stärker zurückgegangen sein.

Seit Beginn von Musks Kontrolle von Twitter im November gab es immerhin fünf Updates für die iOS-Version der App. Dies hatte unter anderem mit den chaotischen Veränderungen bei Twitter Blue, dem Abodienst des Anbieters, zu tun. Sollte Twitter aus dem App Store fliegen, könnte die App nicht mehr auf iPhones installiert werden und das soziale Netzwerk würde den wohl wichtigsten Verbreitungsweg verlieren. Auch Musk selbst nutzt ein Apple-Gerät.

Ein eigenes Twitter Phone könnte eine Lösung sein, doch stellt sich die Frage, wer es kaufen würde. Musk könnte zu einem OEM-Lieferanten greifen, der ihm ein angepasstes Android-Smartphone baut. Ob dies auf Interesse bei der Kundschaft stößt, ist völlig unklar. Klar ist, dass eine solche Entscheidung den Konflikt mit Apple weiter eskalieren würde. Das Ganze erinnert an Pläne von Facebook, ein eigenes Smartphone in Konkurenz zu Apple und Google zu bauen. Die Versuche wurden allerdings schnell beerdigt. Alternativ wäre auch denkbar, dass Twitter eine eigene Android-Version herausbringt, die sich auf gerooteten Geräten installieren lässt.

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(bsc)