Kostenloses RHEL statt CentOS

Red Hat ändert sein Developer-Programm: Nutzer können künftig bis zu 16 Systeme mit RHEL ausstatten – und das auch für den produktiven Einsatz.

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Von
  • Moritz Förster

Mit zwei Änderungen der RHEL-Lizensierung will Red Hat seine Abkündigung von CentOS wohl etwas entschärfen. Zum einen weitet der Anbieter sein Developer-Programm aus, mit dem künftig einzelne Entwickler bis zu 16 Systeme mit RHEL ausstatten können. Diese können Testzwecken dienen, aber explizit kann es sich genauso um im produktivem Einsatz befindliche Systeme handeln.

Der Zugang zum Programm, die Betriebssysteme und Updates sind kostenlos. Voraussetzung ist jedoch eine Registrierung bei Red Hat mit einem eigenen Konto oder per Single-Sign-On mit einem Konto eines Drittanbieters. Support durch Red Hat ist nicht enthalten; der Anbieter verspricht außerdem, die Nutzer des Programms nicht als Gelegenheit für den Vertrieb zu missbrauchen.

Ferner lassen sich dem Developer-Programm künftig komplette Teams hinzufügen, was ebenfalls keine zusätzlichen Kosten verursacht und wählbare Optionen nicht einschränkt. Über Red Hat Cloud Access lassen sich ebenfalls Systeme bei Providern wie Amazon AWS oder Microsoft Azure mit dem kostenlosen RHEL ausstatten.

Die Änderungen des Developer-Programms greifen ab dem 1. Februar. In der Ankündigung verspricht Red Hat außerdem, Mitte Februar weitere Programme für vorige CentOS-Einsatzbereiche vorzustellen. Das reguläre CentOS wird Ende 2021 seinen Abschied nehmen, kurz nach Bekanntwerden des Schritts kündigte CloudLinux eine RHEL-kompatible Alternative an.

(fo)