Krypto-Börse Coinbase bei Börsenpremiere gefragt

Der Kurs der Aktien der Handelsplattform für Digitalwährungen steigt zum Debüt stark. Coinbase ist jetzt fast viermal so viel wert wie die Nasdaq selbst.

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Coinbase-Logos auf riesigen Leuchtplakaten

(Bild: Coinbase)

Von
  • Frank Schräer

Coinbase, die größte US-Handelsplattform für Kryptowährungen wie Bitcoin, ist am Mittwoch fulminant an der New Yorker Technologiebörse Nasdaq gestartet. Der Einstandskurs lag mit 381 US-Dollar mehr als 50 Prozent über dem Referenzpreis. Coinbase erreichte eine Gesamtbewertung von knapp 100 Milliarden Dollar (rund 84 Milliarden Euro) und wird damit aktuell höher gehandelt als jeder herkömmliche Börsenbetreiber.

Bei der Premiere an der Nasdaq handelte es sich nicht um einen klassischen Börsengang, sondern um eine Direktplatzierung. Da diese ohne ein vorheriges Preisbildungsverfahren durch Investmentbanken stattfand, war der Referenzpreis nur eine vage Richtschnur und kein direkter Indikator für den Einstandskurs.

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Analysten hatten Coinbase im Vorfeld eine Bewertung von mehr als 100 Milliarden US-Dollar zugetraut. Damit hat Coinbase die hochgesteckten Erwartungen erfüllt. Zum Vergleich: Die Nasdaq selbst hat derzeit einen Börsenwert von 26 Milliarden Dollar.

Als Handelsplattform verschiedener Kryptowährungen profitiert Coinbase stark vom Krypto-Boom, der die älteste und bekannteste Digitalwährung Bitcoin zur Wochenmitte zeitweise auf ein neues Rekordhoch bei fast 65.000 Dollar trieb. Aktuell haben diese Woche neben Bitcoin auch Ether und Dogecoin neue Allzeithochs erreicht.

Das Unternehmen aus San Francisco hat im ersten Quartal dank rasant gestiegener Handelsvolumen glänzend verdient. Der Quartalsgewinn soll zwischen 730 und 800 Millionen Dollar liegen. Viele Experten halten dies angesichts der starken Schwankungen am Kryptomarkt für einen Ausreißer. Inzwischen hat der Coinbase-Kurs nachbörslich von 381 auf 328 Dollar nachgegeben, liegt aber immer noch mehr als 31 Prozent über dem Referenzpreis. (mit Material der dpa) /

(fds)