Kryptowährung Algorand wird WM-Sponsor und "Blockchain-Partner" der FIFA

Nach der Börse Crypto.com wird nun auch die Kryptowährungsplattform Algorand Sponsor der WM in Katar. Außerdem will man der FIFA mit Blockchainlösungen helfen.

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FIFA-Präsident Gianni Infantino (link) und Algorand-Gründer Silvio Micali (rechts) haben einen Deal gemacht.

(Bild: FIFA)

Der Weltfußballverband FIFA geht eine Kooperation mit der Kryptowährungsplattform Algorand ein: Algorand soll dabei sowohl die "offizielle Blockchain-Plattform" der FIFA werden als auch einer der Sponsoren der diesjährigen Fußballweltmeisterschaft der Männer im Golfstaat Katar sowie der Frauenfußballweltmeisterschaft 2023 in Australien und Neuseeland. Finanzielle Details des Deals wurden nicht bekannt gemacht.

Der Mitteilung zufolge solle Algorand etwa eine "Blockchain-unterstützte Wallet-Lösung" für die FIFA entwickeln. Ebenfalls wolle man der FIFA bei der Fortentwicklung ihrer Strategie für digitale Güter helfen. Was das genau beinhaltet, blieb noch offen. Allerdings ist der Schritt zur Blockchain in der Fußballwelt inzwischen nichts Ungewöhnliches mehr. So werden von Vereinen Fan-Tokens aufgelegt oder wie bei der Kooperation der Deutschen Fußball Liga (DFL) mit dem Anbieter Sorare NFTs auf Sammelbilder rausgebracht.

Zugleich versuchen auch die Kryptogeld-Firmen mit Sportsponsoring ihren Weg in den Mainstream zu finden. Dank des großen Hypes der vergangenen Jahre sitzen die Unternehmen auf prall gefüllten Kriegskassen und können millionenschwere Deals eingehen. Erst im März begrüßte die FIFA die Kryptowährungsbörse Crypto.com in der Reihe der Sponsoren für die WM in Katar. Auch für Algorand winkt Publicity: Die FIFA verspricht im Zuge der Partnerschaft Werbeplatzierungen, Medienpräsenz und Möglichkeiten für Promotion-Aktionen.

Erfinder von Algorand ist der am Massachusetts Institute of Technology (MIT) tätige Informatik-Professor und Turingpreis-Träger Silvio Micali. Das Blockchain-Netzwerk ging 2019 in Betrieb, eine "Algorand Foundation" kümmert sich um den Ausbau des Projekts. Algorand setzt auf ein Proof-of-Stake-Verfahren zur Konsens-Herstellung und versucht sich als Web3-Plattform zu etablieren, in Konkurrenz zum Platzhirschen Ethereum sowie zu anderen Projekten wie Solana und Avalanche. Der ALGO, Algorands natives Währungstoken legte nach Bekanntwerden der Partnerschaft zeitweise um 20 Prozent zu, gab inzwischen aber wieder nach. Zurzeit liegt der Kurs bei 0,63 Euro, den Höchststand erreichte die Währung vergangenen Dezember mit etwas über 2 Euro.

(axk)