Kryptowährung Ethereum: Energiefressendes Mining soll noch 2021 aufhören

Die Ethereum Foundation hat ihre Roadmap umgeschmissen und will das Update mit Proof of Stake in diesem Jahr fertigstellen.

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(Bild: Wit Olszewski / Shutterstock.com)

Von
  • Mark Mantel

Das ressourcenintensive Mining soll bei der Kryptowährung Ethereum noch dieses Jahr ein Ende finden. Die Ethereum Foundation hat ihren Fahrplan geändert und das ETH-2.0-Update von 2022 auf dieses Jahr vorgezogen. Damit findet der Wechsel vom sogenannten Proof-of-Work-Modell (PoW) auf Proof of Stake (PoS) statt.

Blöcke werden dann nicht mehr durch das rechenintensive Finden von passenden Hashes bestätigt. Stattdessen müssen alle PC-Nodes in Form von Validierern eine Mindestmenge Ether hinterlegen (im Testnetzwerk derzeit 32 ETH): Bestätigen sie Blöcke wahrheitsgemäß, erhalten sie als Belohnung Coins – Staking genannt. Senden bösartige Validierer falsche Ergebnisse ins Netzwerk, die andere Teilnehmende nicht bestätigen können, wird der hinterlegte Ether-Anteil reduziert.

Kryptomining und NFTs

Ethereum wäre nach dem Update die größte Kryptowährung mit einem solchen PoS-Modell. Derzeit berechnen unzählige Grafikkarten Hashes im Ethereum-Netzwerk, die laut einem Blog-Beitrag der Ethereum Foundation schon in ein paar Monaten nicht mehr notwendig sein werden.

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Die benötigte Energie zum Bestätigen der Blöcke soll dann schlagartig um mindestens 99,95 Prozent fallen. PCs führen nach dem ETH-2.0-Update nur noch eine öffentliche Datenbank, was selbst mit Einplatinencomputern wie den Raspberry Pis funktioniert. Das dürfte auch PC-Spielern zugutekommen, da Mining-Farmen momentan massenweise Grafikkarten kaufen. Andere Kryptowährungen lassen sich nur weniger rentabel mit GPUs schürfen.

Die geschätzte Leistungsaufnahme von Ethereum 2.0 soll nur noch einen Bruchteil der bisher benötigten Energie ausmachen.

(Bild: Ethereum Foundation)

Schon seit Ende 2020 läuft eine sogenannte Beacon-Chain samt Staking zum Testen des ETH-2.0-Updates. Sobald Version 2.0 final ist, verschmelzt die Foundation beide Blockchains – "The Merge" genannt. Die öffentliche Roadmap hat die Ethereum Foundation diesen Monat geändert. Zuvor sollte zuerst das "Sharding"-Update kommen, das Ethereum in 64 einzelne Blockchains aufteilt, um so die Skalierung zu verbessern und folglich unter anderem die Transaktionsgebühren zu senken. Im aktuellen Fahrplan ist das Sharding ins Jahr 2022 gerutscht, um Entwicklerressourcen für ETH 2.0 freizuschaufeln.

(mma)