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Kultur-Hackathon: Coding da Vinci Niedersachsen startet Ende Oktober Update

Helga Hansen
Logo auf rosa Hintergrund: CODING DA VINCI Niedersachsen 2020.

Am 24. und 25. Oktober beginnt der mehrwöchige Hackathon „Coding da Vinci“, bei dem offene Kulturdaten innovativ aufbereitet und genutzt werden sollen.

Gleich 46 Datensätze stellen verschiedene niedersächsische Kultureinrichtungen wie Museen, Bibliotheken und Archive für den kommenden Hackathon Coding Da Vinci zur Verfügung – ein Rekord bei der deutschlandweiten Veranstaltungsreihe.

Darin verstecken sich Bilder, Videos und auch Metadaten, die ab Ende Oktober im Rahmen des Hackathons [1] von Interessierten neu aufbereitet und präsentiert werden sollen.

Zur Verfügung stehen etwa frühe wissenschaftliche (Stumm-)Filmaufnahmen der 30er und 40er Jahre der Technische Informationsbibliothek in Hannover, während die Uni Göttingen Teile von Demonstrationsexperimenten beisteuert, die der Physiker Georg Christoph Lichtenberg erstmals zum Ende des 18. Jahrhunderts zeigte. Daraus könnten, so das niedersächsische Projektteam, etwa Apps, Webseiten oder interaktive Installationen entstehen.

Viele Kabel auf einem Tablett mit Steckplätzen.

Das Rechnermuseum der Gesellschaft für wissenschaftliche Datenverarbeitung (GWDG) stellt 100 Bilder zu Entwicklung der Computertechnik bereit.

(Bild: GWDG/Michael Jayalath (CC BY 4.0 [2]))

Los geht es am 23. Oktober mit einem Fireabend-Netzwerktreffen der Gamesbranche in Niedersachsen und Bremen. Anschließend fällt am 24. und 25. Oktober beim Kick-Off-Wochenende der offizielle Startschuss, bei dem die Teilnehmerinnen und Teilnehmer sich kennenlernen und Teams bilden sollen. Während viele Hackathons nach einem Wochenende bereits abgeschlossen sind, geht es bei Coding Da Vinci danach erst richtig weiter: Die Teams haben 14 Wochen Zeit, ihre Projekte und Prototypen zu entwickeln.

Aus aktuellem Anlass wird das Kick-Off-Wochenende als hybride Veranstaltung abgehalten, bei der neben der Teilnahme vor Ort, im Kulturzentrum Pavillon in Hannover, auch die Online-Teilnahme möglich ist – Anmeldung vorausgesetzt [3]. Am Samstag stellen zunächst die 38 Institutionen ihre Datensets vor und beantworten Fragen. Anschließend sollen bereits vorhandene Ideen präsentiert und erste Teams gebildet werden. Wer am Wochenende keine Zeit hat oder erst danach eine zündende Idee entwickelt, kann auch im weiteren Verlauf einsteigen. Am 29. Januar 2021 folgen denn die Abschlusspräsentation und Preisverleihung, erneut im Kulturzentrum Pavillon.

[4]

Neben verschiedenen Bibliotheken und Museen gehören auch der Hannoveraner Hackerspace LeineLab und der Makerspace Silverlabs aus Goslar zu den Veranstaltern. Die Da-Vinci-Hackathons finden seit 2015 in Deutschland statt und werden von der Kulturstiftung des Bundes gefördert. Der nächste Hackathon ist für 2021 dann in Schleswig-Holstein geplant.

[Update, 19. Oktober: Aufgrund der aktuellen Pandemie-Entwicklungen wird das Kick-Off als reine Online-Veranstaltung abgehalten. Die zentralen Sessions werden über Youtube gestreamt und auf der Plattform Webex Arbeitsräume eingerichtet. Außerdem steht eine Lounge auf der Seite wonder.me für "spontane Gespräche beim Kaffee" bereit.] (hch [5])


URL dieses Artikels:
https://www.heise.de/-4927436

Links in diesem Artikel:
[1] https://codingdavinci.de/de/events/niedersachsen-2020
[2] https://creativecommons.org/licenses/by/4.0/
[3] https://pretix.eu/CdV2020/KickOff/
[4] https://www.heise.de/make/
[5] mailto:hch@make-magazin.de